Letzte Aktualisierung: 22. März 2021

Pressemitteilung

Exporte der M+E Industrie im Januar stark gesunken / Brossardt: „Krise nicht vorbei – kein Verteilungsspielraum in laufender Tarifrunde“

22.03.2021 - München

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sind im Januar 2021 mit 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich gesunken. Aus Sicht der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm sind diese Zahlen alarmierend. „Die dramatischen Exportrückgänge in der M+E Industrie in nahezu alle Weltregionen machen eines klar: Die Krise ist noch lange nicht vorbei“, fasst bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zusammen.

Lediglich die Ausfuhren nach China, erstmals größter Exportmarkt für bayerische M+E Produkte, konnten im Januar um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die M+E Exporte in die EU sanken dagegen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 Prozent, in die USA fielen sie sogar um 26,4 Prozent. Besonders deutlich fällt der Rückgang mit 31,6 Prozent bei den Ausfuhren ins Vereinigte Königreich aus. „Das ist desaströs, aber nicht allein Folge von Corona. Hier wird sichtbar, wie gravierend sich der Brexit im Freistaat auswirkt“, so Brossardt. „Die bayerische M+E Industrie ist der Innovationstreiber Nummer Eins für den Freistaat und sorgt derzeit für mehr als 840.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Umso dramatischer sind die Exportrückgänge in dieser für die bayerische Wirtschaft zentralen Industrie, die bei Maschinen und Pkw mit jeweils 19 Prozent besonders stark ausfallen. Die Ausfuhren bei Luftfahrzeugen brachen im Januar sogar um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Auch Metallerzeugnisse wurden um 7,1 Prozent weniger exportiert, Elektro- und Elektronikartikel um 3,9 Prozent“, ergänzt Brossardt. Mit Blick auf die laufende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie sagt der bayme vbm Hauptgeschäftsführer: „Die bayerische M+E Industrie hat im internationalen Vergleich mit einem zu hohen Kostenniveau zu kämpfen.

Die Corona-Krise traf auf eine ohnehin geschwächte M+E Industrie. Vor diesem Hintergrund sind die Forderungen nach Lohnerhöhungen vollkommen unverhältnismäßig.“ Brossardt stellt klar: „Wir haben 2021 keinen Verteilungsspielraum. Was wir jetzt brauchen, ist eine realistische Tarifpolitik mit Luft für dringend notwendige Investitionen und flexible Lösungen für alle Betriebe.“


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Maximilian Stoib

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