Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2018

Pressemitteilung

Gute Lage, Zuversicht der Unternehmen auf niedrigerem Niveau bei steigender Unsicherheit / Dr. Klumpp: „Fachkräftemangel ist Wachstumsbremse“

16.01.2018 - Regensburg

Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in der Oberpfalz zeigt sich in guter Verfas-
sung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberver-
bände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region, die heute in Regensburg vorgestellt wurde. „Fast 79 Prozent der Unternehmen stuft die aktuelle Lage als gut ein. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen Umfelds und der aktuellen Tarifauseinandersetzungen auf einem niedrigeren Niveau zuversichtlich“, erläuterte Dr. Stefan Klumpp, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Oberpfalz-Nord.

Sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft bewerten die Unternehmen per Saldo mit +75 Prozentpunkten und somit praktisch genauso gut wie im Sommer. Bei den Erwartungen sind die Firmen etwas zurückhaltender: Per Saldo liegen diese für das Inlandsgeschäft bei +37 Prozentpunkten und für den Export bei +56 Prozentpunkten.

Die inländischen Produktionspläne der oberpfälzischen M+E Unternehmen sind klar aufwärts gerichtet. 70 Prozent der Firmen wollen den Output in den kommenden Monaten ausweiten. Die Investitionen wollen nur knapp 20 Prozent der Firmen erhöhen. Mit gut 32 Prozent entfällt der größte Teil auf Erweiterungsinvesti-
tionen. Rationalisierungsmaßnahmen machen gut 25 Prozent aus, Ersatzbeschaffungen 21 Prozent und Innovationen knapp zwölf Prozent. An den Auslandsstandorten fallen die Produktionspläne ähnlich aus wie im Inland, die Investitionspläne sind dagegen etwas expansiver als im Inland.

Der Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie der Region wird sich dynamisch fortsetzen. Mehr als 73 Prozent der Unternehmen planen die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in den kommenden Monaten, einen Stellenabbau befürchtet kein Betrieb. „Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 845.000 Stammarbeitskräfte beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 26 Jahren. In der Oberpfalz sind es rund 95.000. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen Zuwachs von rund 15.000 Arbeits-
plätzen, davon 2.000 in der Oberpfalz“, so Dr. Klumpp.

Die bayerischen Arbeitgeber warnen vor dem weiter wachsenden Arbeitskräftemangel. Bereits seit Ende 2016 liegen die Beschäftigungspläne der Unternehmen über der tatsächlichen Entwicklung. „Das ist ein klares Zeichen, dass die Betriebe nicht genügend Arbeitskräfte finden und der Fachkräftemangel bereits bittere Realität ist“, erklärt Dr. Klumpp. Gesucht werden vor allem Ingenieure und Informatiker, aber auch Metall- und Elektro-Facharbeiter. „Die Zahlen sind besorgniserregend: Während in der Oberpfalz auf eine offene Stelle 1,5 Arbeitslose kommen, sind es in der oberpfälzischen M+E Industrie nur 0,6. Das führt schon heute bei über der Hälfte der Unternehmen zu Einschränkungen in der Produktion“, betont Dr. Klumpp.


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Eva Schirmbeck

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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