Letzte Aktualisierung: 25. März 2021

Pressemitteilung

Hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen – aber schwere Krise führt zu Rückgang

25.03.2021 - München

  • Abgeschlossene Ausbildungsverträge 2020 sinken um 13,6 Prozent
  • Mangel an qualifizierten Bewerbern wirkt sich stärker auf den Ausbildungsmarkt aus als Corona
  • 87 Prozent der M+E Unternehmen übernehmen ihre Auszubildenden
  • Ausblick: 2021 weiter leicht sinkendes Ausbildungsniveau

Mit rund 13.800 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen verzeichnete die bayerische Metall- und Elektroindustrie 2020 einen Rückgang der Ausbildungszahlen um 13,6 Prozent. Diese Entwicklung resultiert aus der schwierigen konjunkturellen Situation in der Metall- und Elektroindustrie und der Corona-Pandemie. „Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist trotz der Rezession hoch“, kommentierte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen und fügte hinzu: „Die Betriebe nehmen ihre Verantwortung sehr ernst, setzen auf Nachwuchssicherung und bieten den jungen Menschen gute Perspektiven. Die Stimmung ist vorsichtig optimistisch: Für 2021 wird nur noch ein leichter Rückgang der Ausbildungsverträge um 2,4 Prozent erwartet.“

Die Übernahmesituation ist weiterhin gut: fast 87 Prozent der befragten M+E Unternehmen übernahmen ihre Azubis 2020 befristet oder unbefristet. Kurzarbeit kommt im Ausbildungsbereich nur sehr selten zum Einsatz: Lediglich bei gut einem Prozent der M+E Unternehmen sind Auszubildende in Kurzarbeit.

„Die Umfrage zeigt, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie noch höher sein könnte. Ungünstig wirkt sich vor allem der qualifikatorische Miss-Match aus“, so Brossardt. Knapp 45 Prozent der Unternehmen nannten den Mangel an geeigneten Bewerbern als Ursache für weniger Ausbildungsverträge. 36 Prozent gaben an, dass sich zu wenige Bewerber gemeldet hatten. Die wirtschaftliche Lage war für 26,8 Prozent ein Grund.

Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz im Freistaat sind branchenübergreifend trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor sehr gut. Aktuell stehen jedem Bewerber circa 1,7 offene Stellen zur Verfügung.


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Lena Grümann

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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