Letzte Aktualisierung: 22. August 2019

Pressemitteilung

Internationale Politik großer Unsicherheitsfaktor für Geschäftstätigkeit / Brossardt: „Zinsniveau ist positiver Einflussfaktor“

21.08.2019 - München

Fast 82 Prozent der Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die internationale Politik als einen der größten Unsicherheitsfaktoren für ihre Geschäftstätigkeit ein. Das melden die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. „Insbesondere der zunehmende Protektionismus bereitet unseren Unternehmen Sorge. Zwei Drittel werden dadurch in ihren unternehmerischen Tätigkeiten sehr stark oder stark beeinträchtigt. Wir brauchen international wieder mehr Stabilität, Kontinuität und ein klares Bekenntnis zum freien Waren- und Dienstleistungsverkehr, denn davon profitieren alle“, kommentiert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Laut Umfrage stellen die Arbeitskosten aber weiterhin den bedeutendsten negativen Einflussfaktor für die bayerische M+E Industrie dar. So werden 83,6 Prozent aller Unternehmen dadurch in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. „Wir haben mit die höchsten Arbeitskosten weltweit. Wir müssen aufpassen, dass unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht immer weiter an Boden verlieren. Wir müssen bei den Lohnsteigerungen Maß halten und die Lohnnebenkosten dauerhaft unter 40 Prozent halten“, betont Brossardt. Weitere Hemmnisse sind unter anderem die Verfügbarkeit von Arbeitskräften sowie die Preise für Material und Vorprodukte.

Zu den positiven Einflussfaktoren für die Geschäftstätigkeit der Unternehmen zählen das aktuelle Zinsniveau sowie die Nachfrage aus dem europäischen Ausland. „Niedrige Zinsen erweitern den finanziellen Spielraum für Investitionen. Und der europäische Binnenmarkt ist eine Erfolgsgeschichte, die wir bewahren müssen. Nationale Alleingänge, wie der ausstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU, dürfen sich nicht wiederholen. Dabei werden alle verlieren“, so Brossardt. Mehr als jedes zweite bayerische M+E Unternehmen wird durch den bevorstehenden Brexit in seiner Geschäftstätigkeit beeinträchtigt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Tobias Rademacher

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Tobias Rademacher
nach oben