Letzte Aktualisierung: 06. August 2018

Pressemitteilung

Lage sehr gut, konjunktureller Zenit überschritten / Kathrein: „Erwartungen eingetrübt, Risikofaktoren zahlreich“

03.08.2018 - Rosenheim

Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in Südost-Bayern zeigt sich in guter Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region, die heute in Rosenheim vorgestellt wurde. „Über 90 Pro-
zent der M+E Firmen in der Region bewerten das Inlandsgeschäft als gut oder befriedigend, ähnlich sind die Werte beim Auslandsgeschäft“, erklärte Anton Kathrein, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Südost-Bayern.

Die Erwartungen sind jedoch stark zurückgegangen. Deutlich weniger als zehn Prozent der Betriebe rechnen damit, dass die Geschäfte in den kommenden Monaten noch besser laufen werden. „Zahlreiche Risikofaktoren belasten die Aussichten unserer Unternehmen: Protektionismus, Fachkräftemangel und Materialknappheit werden zu echten Wachstumsbremsen“, erläuterte Kathrein.

Dennoch wird der Beschäftigungsaufbau in der M+E Industrie weitergehen: Fast 43 Prozent der Unter-
nehmen wollen am Inlandsstandort neue Arbeitsplätze schaffen, nur knapp vier Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Derzeit gibt es in Oberbayern knapp 246.500 Beschäftigte in der Metall- und Elektro-Industrie. 2018 erwarten wir einen Zuwachs von weiteren 6.500 Stellen“, so Kathrein.

Gleichzeitig warnen die M+E Arbeitgeber vor dem wachsenden Arbeitskräftemangel. „Der Fachkräfte-
mangel
bremst das Wachstum. Gesucht werden von Bayerns M+E Betrieben vor allem Ingenieure. Auf sie entfallen bayernweit 27,7 Prozent der offenen Stellen in unseren Betrieben. Deutlich gestiegen ist auch der Anteil der gesuchten Metall-Facharbeiter: von 14,6 auf 21,9 Prozent“, sagte Kathrein.

Laut bayme vbm ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen wichtig für die Zukunft des Freistaats. Das internationaleUmfeld bereitet aber Sorgen. So sehen 90 Prozent der Unternehmen im Protektionismus die größte Beeinträchtigung für ihre Geschäftstätigkeit. „Ein Handel-
skrieg durch Zölle und weitere Beschränkungen wäre Gift für unsere Industrie. Wir bekennen uns daher klar zum Freihandel. Dieser bringt Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand – und zwar für alle“, so Kathrein.


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