Letzte Aktualisierung: 25. August 2016

Pressemitteilung

M+E Arbeitsplätze: Zeitarbeit stabil, Stammbelegschaft steigt / Brossardt: „Wichtiges Instrument um Auftragsspitzen abzufedern“

25.08.2016 - München

Während die Stammbelegschaft in den bayerischen M+E Unternehmen in den vergangenen Jahren angestiegen ist, blieb die Zahl der Zeitarbeiter stabil. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.

„Zeitarbeit ist für die Unternehmen ein wichtiges Instrument, um flexibel zu bleiben und Auftragsspitzen abzufedern. Sie ist notwendig, um der volatilen konjunkturellen Situation Rechnung zu tragen und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In Bayern setzen laut bayme vbm Umfrage unter ihren Mitgliedsfirmen 70 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen Zeitarbeit ein. Insgesamt werden etwa 35.000 Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Bezogen auf die Stammbelegschaft von 819.000 Beschäftigten zur Jahreshälfte 2016 sind das 4,3 Prozent. „Zeitarbeit ergänzt die Belegschaft, ersetzt sie aber nicht. Zwei Drittel der Zeitarbeiter werden nicht länger als ein Jahr eingesetzt“, betont Brossardt. Zeitarbeit ist gleichzeitig ein Sprungbrett in Beschäftigung, insbesondere für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose.

Den von den Koalitionsparteien gefundenen Kompromiss zur Neuregelung von Zeitarbeit und Werkverträgen betrachtet Brossardt als tragfähig. „Es wurde ein gangbarer Weg gefunden, der die Belastungen der Unternehmen in Grenzen hält. Positiv ist, dass angemessene Gestaltungsmöglichkeiten für tarifvertragliche Lösungen geschaffen wurden, auf die auch nicht-tarifgebundene Unternehmen Bezug nehmen können. Insoweit sind auch für sie Abweichungen von der gesetzlichen Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten möglich“, so Brossardt. Er warnt aber davor, den Koalitions-Kompromiss im kommenden parlamentarischen Verfahren zu Lasten der Wirtschaft abzuändern: „Die Unternehmen brauchen bei diesem wichtigen Instrument Planungssicherheit, der Kompromiss muss deshalb Bestand haben.“


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