Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2019

Pressemitteilung

M+E-Industrie aktuell im Konjunkturtal – 2019 gebremste Dynamik / Krauss: „Zahlreiche Risikofaktoren belasten wirtschaftliche Entwicklung“

25.01.2019 - Ingolstadt

Die Metall- und Elektro-Industrie in Oberbayern und in der Region MünchenNord-Ingolstadt steckt in einem Konjunkturtal. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen, die heute in Ingolstadt vorgestellt wurde. „Die aktuelleLageeinschätzung hat sich gegenüber der letzten Umfrage deutlich eingetrübt. Die Dynamik für 2019 bleibt gebremst“, erläutert Helmut Krauss, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region MünchenNord-Ingolstadt. Sowohl im In- als auch im Ausland beurteilen die Firmen in der Region die Geschäftslage deutlich schlechter als zuletzt. Das Inlandsgeschäft bewerten sie per Saldo mit +50 Prozentpunkten – ein Minus von rund 25 Prozentpunkten. Der Saldo bei der Bewertung des Auslandsgeschäfts sank um knapp 30 Prozentpunkte auf +46 Prozentpunkte. Über 60 Prozent der Unternehmen erwarten keine Veränderung der eingetrübten Lage in den kommenden Monaten.

Die inländischen Produktionspläne der M+E-Unternehmen in der Region MünchenNord-Ingolstadt haben sich ebenfalls verschlechtert. Der entsprechende Saldo ist im Vergleich zur letzten Umfrage von +26 auf +20 Prozentpunkte gesunken. Die Investitionspläne sind eingebrochen und liegen per Saldo nur noch bei +6,3 Prozentpunkten – nach einem Saldo von +24,7 Anfang 2018. „Wir erwarten für 2019 in Bayern lediglich einen Produktionsanstieg von 1,25 Prozent – das sind auch Nachholeffekte aus der Automobilindustrie“, so Krauss. Die M+E Industrie verzeichnete zum Jahresende 2018 in Oberbayern rund 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Allzeithoch. Bis Jahresende 2018 wurden 7.000 Arbeitsplätze neu geschaffen. Für 2019 wird ein Zuwachs von weiteren rund 3.000 Stellen auf 253.000 Beschäftigte erwartet.

„Der Jobmotor läuft noch, aber mit angezogener Handbremse. Einerseits haben die Arbeitskosten ein Niveau erreicht, das gefährlich für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ist. Andererseits ist der Fachkräftemangel weiterhin gravierend“, erläutert Krauss. So werden über 82 Prozent der Betriebe durch Fachkräfteengpässe in ihrer Produktions- und Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, knapp 29 Prozent sogar erheblich. Gesucht werden vor allem Ingenieure, Informatiker, IT- und Metallfacharbeiter. Laut bayme vbm bestehen die zahlreichen Risikofaktoren der letzten Monate weiter fort: Brexit, Dieseldebatte, Protektionismus, Fachkräftemangel und sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund steigender Lohnstückkosten. „Das sind erhebliche Unsicherheitsfaktoren für unseren Standort. Bereits über 30 Prozent unserer Unternehmen in Bayern werden durch Handelsbeschränkungen beeinträchtigt. Davon rund ein Drittel stark. Auch die Dieseldebatte muss beendet und der Automobilstandort in Bayern weiterentwickelt werden“, so Krauss.


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