Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2016

Pressemitteilung

M+E Industrie im Oberland meldet gute konjunkturelle Lage / Faust: „Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird sich beschleunigen“

28.07.2016 - Weilheim

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie im Oberland bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage gut. Sorgen machen aber die großen Unsicherheiten durch die globalen Risiken. „Die gute konjunkturelle Lage wird nach wie vor durch die Sonderfaktoren ‚niedrige Rohstoffpreise‘ und ‚niedriger Eurokurs‘ begünstigt. Die Unsicherheit, vor allem im Auslandsgeschäft, ist groß, die Risiken haben zugenommen – Stichwort Türkei, Stichwort Brexit“, erklärt Dieter Faust, Vorsitzender der bayme vbm Region Oberland.

Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft bezeichnen rund 60 Prozent der Unternehmen in der Region als gut. Knapp vier Prozent sind mit dem Inlandsgeschäft unzufrieden, neun Prozent mit dem Auslandsgeschäft.

Die Zukunftsaussichten sind verhalten. Für das Inland erwarten dreiviertel der oberbayerischen M+E Unternehmen eine gleichbleibende Entwicklung, lediglich knapp 17 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. Sieben Prozent rechnen damit, dass es bergab geht. Bei den Exporten erwarten knapp 30 Prozent bessere Geschäfte, 63 Prozent gehen von einer unveränderten Entwicklung aus. Sieben Prozent befürchten auch hier eine Eintrübung.

Die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region haben sich klar verbessert, auch die Investitionspläne liegen höher als zuletzt. Eine Ausweitung der Investitionen planen 25 Prozent der Unternehmen, 4,5 Prozent wollen hier einsparen. An den Auslandsstandorten sind die Produktions- und Investitionspläne expansiver als im Inland.

Die Ertragslage ist sehr gut. Knapp 60 Prozent der Unternehmen hoffen auf eine Nettoumsatzrendite im Jahresdurchschnitt von vier Prozent und mehr. Auf der anderen Seite kämpfen nach wie vor auch zehn Prozent der Unternehmen mit einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent. „Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird sich beschleunigen“, erklärt Faust. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Jobs im Inland schaffen. Nur knapp fünf Prozent müssen Stellen streichen. „Im ersten Halbjahr 2016 sind in den M+E Unternehmen Bayerns 9.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden, davon 4.000 in Oberbayern. Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 12.000 neuen Arbeitsplätzen, davon 4.500 in Oberbayern. Insgesamt werden wir am Jahresende 830.000 M+E Beschäftigte in Bayern haben, davon 246.000 in Oberbayern und 16.000 im Oberland“, so Faust.


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