Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017

Pressemitteilung

M+E Industrie in Oberbayern: gute Lage, vorsichtige Erwartungen / Krauss: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

11.01.2017 - Ingolstadt

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie in Oberbayern und in der Region MünchenNord-Ingolstadt stufen die aktuelle Lage als gut ein, sind aber wegen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten vorsichtig bei ihren Geschäftserwartungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Rund 60 Prozent der M+E Firmen in der Region bewerteten das aktuelle Inlandsgeschäft als gut, kaum ein Unternehmen kam zu einer negativen Ein­schätzung. Die Beurteilung des Auslandsgeschäfts fiel sogar noch positiver aus: 69 Prozent der Firmen waren damit zufrieden, lediglich 2,3 Prozent unzufrieden. „Trotzdem sind die Firmen bei den Erwartungen zurückhaltend: Rund 88 Prozent unserer M+E Firmen gehen von keiner Änderung der inländischen Ge­schäftslage aus, beim Export rechnen gut 62 Prozent mit einer gleichblei­benden Lage. Per Saldo liegen die Erwartungen für das Inlandsgeschäft bei +10,6 Prozentpunkten, für den Export bei +24,7 Punkten“, erklärt Helmut Krauss, Vorsitzender der bayme vbm Region MünchenNord-Ingolstadt.

Die Ertragslage der M+E Unternehmen in der Region war 2016 alles in allem ordentlich, aber differenziert: Fast 44 Prozent der befragten Firmen erwarten eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Knapp 14 Prozent werden aber voraussichtlich Verluste geschrieben haben. Weitere sieben Prozent schreiben eine schwarze Null oder erreichen nur eine international unzurei-chende Nettoumsatzrendite von unter zwei Prozent. Die Produk­tions- und Investitionspläne für die heimischen Standorte im ersten Halbjahr 2017 sind mit Salden von +18,4 Pro­zentpunkten beziehungsweise +11 Punkten leicht aufwärts gerichtet, aber verhaltener als zuletzt. An den Auslandsstandorten sind sie deutlich expansiver.

„Wir erwarten, dass sich der Beschäftigungsanstieg in der Region weiter fortsetzt. 2016 sind in den oberbayerischen M+E Unternehmen 6.000 neue Stellen entstanden. Derzeit arbeiten bei uns 245.000 M+E Beschäftigte. Für 2017 rechnen wir mit weiteren 5.500 zusätzlichen M+E Arbeitsplätzen“, sagt Krauss und fordert zugleich, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren verliert die M+E Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Zudem werden Globalisierung und Digitali­sierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kos­tenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unterneh-men, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und in der Region MünchenNord-Ingolstadt halten zu können.“


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