Letzte Aktualisierung: 01. August 2016

Pressemitteilung

M+E Industrie in Südost-Bayern meldet gute konjunkturelle Lage / Kathrein: „Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird weitergehen“

01.08.2016 - Rosenheim

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie in Südost-Bayern bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage gut. Sorgen machen aber die großen Unsicherheiten durch die globalen Risiken. „Die gute konjunkturelle Lage wird nach wie vor durch die Sonderfaktoren ‚niedrige Rohstoffpreise‘ und ‚niedriger Eurokurs‘ begünstigt. Die Unsicherheit, vor allem im Auslandsgeschäft, ist groß, die Risiken haben zugenommen – Stichwort Türkei, Stichwort Brexit“, erklärte Anton Klaus Kathrein, Vorsitzender der bayme vbm Region Südost-Bayern.

Die wirtschaftliche Lage im ersten Halbjahr 2016 wurde von den Unternehmen der M+E Industrie in der Region Südost-Bayern als gut bewertet. Jeweils gut 40 Prozent der Betriebe bezeichneten die inländische wie die ausländische Geschäftslage als gut, ein Zehntel der Firmen war jeweils unzufrieden.

Die Zukunftsaussichten sind verhalten. Für das Inland erwarten dreiviertel der M+E Unternehmen Südost-Bayerns eine gleichbleibende Entwicklung, lediglich knapp 16 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. Acht Prozent rechnen damit, dass es bergab geht. Bei den Exporten erwarten zehn Prozent bessere Geschäfte, 76,5 Prozent gehen von einer unveränderten Entwicklung aus. 13,5 Prozent befürchten eine Eintrübung. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen liegt beim Auslandsgeschäft damit mit -3,5 im negativen Bereich.

Die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region sind insgesamt aufwärts gerichtet. Eine Ausweitung der Investitionen planen 25 Prozent der Unternehmen, zehn Prozent wollen hier einsparen. Die Investitionspläne sind verhalten. Die Investitionen wollen 17 Prozent der Unternehmen erhöhen, zehn Prozent müssen Kürzungen vornehmen. An den Auslandsstandorten sind die Produktions- und Investitionspläne expansiver als im Inland.

Die Ertragslage ist sehr gut. 40 Prozent der Unternehmen hoffen auf eine Nettoumsatzrendite im Jahresdurchschnitt von vier Prozent und mehr. Auf der anderen Seite schreiben zehn Prozent der Unternehmen Verluste.

„Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird weitergehen“, so Kathrein. Mehr als 16 Prozent der Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Jobs im Inland schaffen. Zehn Prozent müssen Stellen streichen. Kathrein: „Im ersten Halbjahr 2016 sind in Bayerns M+E Unternehmen 9.000 zusätzliche entstanden, davon 4.000 in Oberbayern. Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 12.000 neuen Arbeitsplätzen, davon 4.500 in Oberbayern. Insgesamt werden wir am Jahresende 830.000 M+E Beschäftigte in Bayern haben, davon 246.000 in Oberbayern und 23.500 in Südost-Bayern.“


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Andreas Ebersperger

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Andreas Ebersperger
nach oben