Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2020

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Konjunkturumfrage / M+E Industrie in der Region: deutlich schlechtere Geschäftslage, fallende Produktion, sinkende Beschäftigung

15.01.2020 - Ingolstadt

Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in der Region MünchenNord-Ingolstadt verzeichnet eine deutlich schlechtere Geschäftslage, fallende Produktion und sinkende Beschäftigung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen, die heute in Ingolstadt vorgestellt wurde. „Die konjunkturelle Lage trübt sich immer weiter ein. Wir müssen daher dringend unsere Standortbedingungen verbessern, ansonsten bleiben die Aussichten auf längere Sicht düster“, erläutert der Vorsitzende der bayme vbm Region MünchenNord-Ingolstadt, Helmut Krauss.

Die Firmen beurteilen die Geschäftslage deutlich schlechter als bei der letzten Umfrage. Der Saldo aus guten und schlechten Einschätzungen sank gegenüber der Umfrage von vor einem Jahr um fast 30 Punkte: von +50,6 auf +21,8 Punkte. Genauso kritisch wurde das Exportgeschäft bewertet, hier ergibt sich ein Saldo von +9,7 Prozentpunkten. Anfang 2019 waren es noch +46,0 Punkte. „Unsere Unternehmen kämpfen nicht nur mit einer konjunkturellen Krise, sie stehen auch vor großen strukturellen Herausforderungen. So belasten wirtschaftliche Herausforderungen rund um den Protektionismus und die damit einhergehende De-Globalisierung genauso wie politische Unwägbarkeiten bei der Energie- und Mobilitätswende oder der Klimapolitik“, erklärt Krauss.

Die Unternehmen beobachten, dass der Standortwettbewerb international härter wird. „Der Druck insbesondere aus den Schwellenländern ist groß. Damit rücken inländische Standortbedingungen in den Wettbewerbsfokus, darunter das Kosten-, Steuer- und Bürokratieniveau. Hier muss dringend gegengesteuert werden“, betont Krauss.

Besonders kritisch für den Standort fällt laut Krauss das Ergebnis zu den Beschäftigungsplänen der Unternehmen aus. „Der langanhaltende Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie ist zu Ende. Für 2020 befürchten wir in Oberbayern einen Rückgang um 500 Beschäftigte, in ganz Bayern um 10.000“, erläutert Krauss.

„Wir haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren und dem müssen wir entgegenwirken. Wir fordern daher sowohl von der Politik als auch vom Tarifpartner entscheidende Beiträge zur Kostenentlastung. Ein ‚Weiter so‘ gefährdet hingegen industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung, das kann nicht in unserem Interesse sein. Wir müssen jetzt unseren Standort sichern, bevor es zu spät ist“, kommentiert Krauss.


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