Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2020

Pressemitteilung

M+E Industrie in der Rezession: Produktion, Investitionen und Beschäftigung im Minus / Hunger: „Jetzt Standort sichern“

10.01.2020 - Würzburg

Die Konjunktur in der unterfränkischen Metall- und Elektro-Industrie befindet sich in der Rezession. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen, die heute in Würzburg vorgestellt wurde. „Die konjunkturelle Lage trübt sich immer weiter ein. Die Umfrageergebnisse sind die schlechtesten seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Inländische Produktions-, Investitions- und Beschäftigungspläne liegen im negativenBereich. Wir müssen daher dringend unsere Standortbedingungen verbessern, ansonsten bleiben die Aussichten auf längere Sicht düster“, erläutert Ingrid Hunger, Vorsitzende der bayme vbm Region Main und Spessart.

Die Firmen beurteilen die Geschäftslage deutlich schlechter als bei der letzten Umfrage. „Unsere Unternehmen kämpfen nicht nur mit einer konjunkturellenKrise, sie stehen auch vor großen strukturellenHerausforderungen. So belasten wirtschaftliche Herausforderungen rund um den Protektionismus und die damit einhergehende De-Globalisierung genauso wie politische Unwägbarkeiten bei der Energie- und Mobilitätswende oder der Klimapolitik“, erklärt Hunger.

Bei den Erwartungen zeigen sich Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Perspektiven. Während die Inlandserwartungen per Saldo mit -14,6 Prozentpunkten deutlich im negativen Bereich liegen, sind die Auslandserwartungen mit -4,0 Prozent nur leicht negativ. „International wird der Standortwettbewerb härter. Der Druck insbesondere aus den Schwellenländern ist groß. Damit rücken inländische Standortbedingungen in den Wettbewerbsfokus, darunter das Kosten-, Steuer- und Bürokratieniveau. Hier muss dringend gegengesteuert werden“, betont Hunger.

Besonders kritisch für den Standort fällt laut Hunger das Ergebnis zu den Beschäftigungsplänen der unterfränkischen Unternehmen aus. „Der langanhaltende Beschäftigungsanstieg in der unterfränkischen M+E Industrie ist zu Ende. Für 2020 befürchten wir in Unterfranken einen Rückgang um 1.500 Beschäftigte“, erläutert Hunger.

„Wir haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren und dem müssen wir entgegenwirken. Wir fordern daher sowohl von der Politik als auch vom Tarifpartner entscheidende Beiträge zur Kostenentlastung. Ein ‚Weiter so‘ gefährdet hingegen industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung, das kann nicht in unserem Interesse sein. Wir müssen jetzt unseren Standortsichern, bevor es zu spät ist“, kommentiert Hunger.


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