Letzte Aktualisierung: 30. November 2020

Pressemitteilung

M+E Konjunkturbarometer: Ampeln stehen mehrheitlich auf Rot und Orange / Brossardt: „Beschäftigungsrückgang setzt sich fort“

30.11.2020 - München

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm stellen mit dem neuen M+E Konjunktur-Barometer eine regelmäßige Übersicht zur aktuellen Lage und zum Ausblick über die bedeutsamsten Konjunkturindikatoren in der bayerischen M+E Industrie vor. „Die Ampeln stehen mehrheitlich auf Rot und Orange. Das M+E Konjunktur-Barometer zeigt die deutlichen Spuren der Corona-Pandemie. Sowohl Produktion als auch Exporte liegen branchenübergreifend auf einem sehr niedrigen Niveau. Beim Auslandsgeschäft zeigen lediglich die Elektronikindustrie und die Hersteller von elektronischen Ausrüstungen eine merkliche Entspannung“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Eine Erholung der Auftragseingänge hat noch nicht eingesetzt, die Geschäftserwartungen werden aber bereits mehrheitlich wieder positiv bewertet. „Unsere Unternehmen sehen Licht am Ende des Corona-Tunnels. Auch die Nachfrage zieht in den meisten Branchen wieder an. Das ist ein gutes Zeichen, auch wenn der neuerliche Teil-Lockdown noch nicht eingepreist ist“, so Brossardt.

Die Entwicklung der Beschäftigung in den Unternehmen ist klar negativ – mit Ausnahme der Elektronikindustrie. „Die Beschäftigungspläne zeigen noch keine Entspannung. Die Kurzarbeit liegt auf hohem Niveau. Die Lage ist weiterhin ernst. Die M+E Industrie ist das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Läuft es hier nicht rund, dann strahlt das auf viele andere Branchen aus. Und das aktuelle Bild ist durchweg pessimistisch. Wir erwarten vom Tarifpartner, dass dieser von seinen realitätsfernen Forderungen abrückt und den Ernst der konjunkturellen Lage anerkennt. Alles andere wäre ein fatales Signal für die Unternehmen und die Beschäftigten“, erklärt Brossardt.

Ein fünfstufiges Ampelsystem zeigt anhand der aktuellen Lage, der Perspektive und der Beschäftigung auf einen Blick den wirtschaftlichen Ist-Stand und die Entwicklungsperspektiven. In die Analyse fließen Produktion, Exporte, Geschäftslage und -erwartungen, Auftragseingang, Nachfrageentwicklung sowie Beschäftigungsentwicklung, Beschäftigungspläne und Kurzarbeit ein.

M+E Konjunktur-Barometer, November 2020


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Tobias Rademacher

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