Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2021

Pressemitteilung

Mehr als doppelt so viele Beschäftigte im Home Office als vor der Corona-Krise / Brossardts Appell: „Home Office noch stärker nutzen“

18.01.2021 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat in der letzten Woche eine Umfrage zur Nutzung von Home Office in Bayern durchgeführt. Aktuell wird branchenübergreifend in 64,2 Prozent der bayerischen Betriebe, die Home Office-fähige Arbeitsplätze haben, Home Office auch durchgeführt. Dabei liegt der Anteil der Home Office-Beschäftigten im ersten Lockdown und jetzt identisch bei 29 Prozent. Im Frühjahr erbrachten die Beschäftigten davon 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Home Office, jetzt sind es 57 Prozent der Arbeitszeit. Diese Werte sind deutlich höher als vor der Corona-Krise. Damals arbeiteten lediglich 14 Prozent der potenziellen Beschäftigten im Home Office, dort wurden im Schnitt nur gut 26 Prozent der Arbeitszeit erbracht. Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer: „An der Umfrage im Zeitraum vom 12. bis 15. Januar nahmen 5.701 Unternehmen mit 1,34 Millionen Beschäftigten teil. Das ist eine repräsentative Beteiligung und zeugt vom großen Interesse der Unternehmen an dem Thema.“

Im Schnitt sind aus Sicht der teilnehmenden Unternehmen fast 40 Prozent der Arbeitsplätze grundsätzlich Home Office-geeignet. Jedes zweite Unternehmen gab allerdings an, dass Home Office nicht durchgeführt werden kann. 33 Prozent der Betriebe gaben an, keinen Home Office-fähigen Arbeitsplatz zu haben. Davon entfällt fast die Hälfte auf die Bereiche Handwerk (25,3 Prozent), Einzelhandel (12,5 Prozent) und Hotel und Gastronomie (10,0 Prozent).

Überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist Home Office in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E). Aktuell wird in 87,8 Prozent der M+E Betriebe mit Home Office-fähigen Arbeitsplätzen Home Office auch durchgeführt. Fast 65 Prozent der Beschäftigten sind im Home Office und erbringen dort mehr als 68 Prozent der Arbeitszeit. Die Zahlen sind gegenüber dem Frühjahr ebenfalls fast identisch. Vor der Corona-Krise arbeiteten lediglich 31 Prozent der Beschäftigten mit Home Office-fähigen Arbeitsplätzen zuhause und erbrachten dort im Schnitt 25,5 Prozent der Arbeitszeit. Nur in drei Prozent der Unternehmen gibt es keinen Home Office-fähigen Arbeitsplatz. Im Schnitt sind aus Sicht der M+E Unternehmen 46 Prozent der Arbeitsplätze grundsätzlich für Home Office geeignet. Bei M+E nahmen 649 bayme vbm Unternehmen mit rund 520.000 Beschäftigten teil.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Quote liegt auf dem hohem Niveau des letzten Frühjahrs. Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und nutzen Home Office, wo es möglich ist. Angesichts der kritischen Pandemielage haben der Präsident und der Hauptgeschäftsführer ihren Appell, Home Office noch stärker zu nutzen, am 12. Januar 2021 nochmals erneuert. Als Sozialpartner haben wir letzten Mittwoch diesen Appell zusammen mit den Gewerkschaften nochmals verstärkt. Für gesetzliche Regelungen gibt es derzeit keine Notwendigkeit.“

Brossardt betonte, dass steuerliche Anreize besser sind als gesetzliche Regelungen: „Die Vorschläge von Ministerpräsident Söder sind daher der richtige Ansatz.“


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Andreas Ebersperger

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