Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017

Pressemitteilung

Mittelfränkische M+E Industrie: gute Lage, vorsichtig optimistische Erwartungen / Schittenhelm: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

11.01.2017 - Nürnberg

Die Unternehmen der mittelfränkischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die aktuelle Lage als gut ein,
bei ihren Geschäftserwartungen sind sie vorsichtig optimistisch. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Jede dritte M+E Firma in Mittelfranken bewertete das aktuelle Inlandsgeschäft als gut, rund 10 Prozent kamen zu einer negativen Ein­schätzung. Auch die Beurteilung des Auslandsgeschäfts fiel positiv aus: Fast 28 Prozent der Firmen waren damit zufrieden, rund 11 Prozent unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Befragung vor einem halben Jahr fiel das Ergebnis für das Inland ähnlich aus, das Exportgeschäft wird nun deutlich positiver eingeschätzt. „Bei den Erwartungen sind die Firmen optimistisch, aber vorsichtig: 67 Prozent der mittelfränkischen M+E Firmen gehen von keiner Änderung der inländischen Ge­schäftslage aus, beim Export rechnen 54,5 Prozent mit einer gleichblei­benden Lage. Per Saldo liegen die Erwartungen für das Inlandsgeschäft bei +25 Prozentpunkten, für den Export bei +45,5 Punkten“, erklärt Corinna Schittenhelm, Vorsitzende des Vorstands der bayme vbm Region West-Mittelfranken.

In der mittelfränkischen M+E Industrie war die Ertragslage 2016 gut: Mehr als die Hälfte der befragten Firmen rechnet mit einer Nettoumsatzrendite von 4 Prozent und mehr, über 20 Prozent mit 2 bis 4 Prozent, 12,5 Prozent gehen von einem Plus zwischen 1 und 2 Prozent aus, ebenso viele von einer schwarzen Null. Verluste erwartet keines der befragten Unternehmen. Die Produk­tions- und Investitionspläne der mittelfränkischen M+E Firmen für die heimischen Standorte im ersten Halbjahr 2017 sind mit Salden von +9 Pro­zentpunkten beziehungsweise +40 Punkten aufwärts gerichtet. „Für die Auslandsstandorte sind die Produktions- und Investitionspläne mit einem Saldo von jeweils +49 Prozentpunkten expansiver als im Inland“, so Schittenhelm.

„Wir erwarten, dass sich der Beschäftigungsanstieg in der Region weiter fortsetzt. 2016 sind in den mittelfränkischen M+E Unternehmen 2.000 neue Stellen entstanden. Derzeit arbeiten bei uns 127.000 M+E Beschäftigte. Für 2017 rechnen wir mit 1.500 neuen M+E Arbeitsplätzen“, sagt Schittenhelm und fordert zugleich, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren verliert die M+E Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Zudem werden Globalisierung und Digitali­sierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kostenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unternehmen, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und Mittelfranken halten zu können.“


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