Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017

Pressemitteilung

Niederbayerische M+E Industrie: gute Lage, vorsichtige Erwartungen / Hatz: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

11.01.2017 - Passau

Die Unternehmen der niederbayerischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die aktuelle Lage als gut ein, sind aber wegen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten vorsichtig bei ihren Geschäftserwartungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Rund 30 Prozent der M+E Firmen in Niederbayern bewerteten das aktuelle Inlandsgeschäft als gut, kaum ein Unternehmen kam zu einer negativen Ein­schätzung. Auch die Beurteilung des Auslandsgeschäfts fiel positiv aus: 28 Prozent der Firmen waren damit zufrieden, 6,5 Prozent unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Befragung vor einem halben Jahr haben sich die Bewer­tungen verbessert, insbesondere in Bezug auf den Export. „Trotzdem sind die Firmen bei den Erwartungen zurückhaltend: Rund 81 Prozent der nieder­bayerischen M+E Firmen gehen von keiner Änderung der inländischen Ge­schäftslage aus, beim Export rechnen knapp 55 Prozent mit einer gleichblei­benden Lage. Per Saldo liegen die Erwartungen für das Inlandsgeschäft bei +12,4 Prozentpunkten, für den Export mit -5,3 Punkten im negativen Bereich“, erklärt Wolfram Hatz, Vorsitzender des Vorstands der bayme vbm Region Niederbayern.

In der niederbayerischen M+E Industrie war die Ertragslage 2016 ordentlich, aber differenziert: Mehr als ein Drittel der Firmen erwarten eine Nettoumsatz­rendite von vier Prozent und mehr. Gut 14 Prozent schrieben voraussichtlich Verluste, weitere 7 Prozent eine schwarze Null. Die Produktions- und Inves­titionspläne der niederbayerischen M+E Firmen für die heimischen Standorte im ersten Halbjahr 2017 sind mit Salden von +1,3 Prozentpunkten beziehungs­weise +3,4 Punkten leicht aufwärts gerichtet. „Für die Auslandsstandorte sind die Pläne der niederbayerischen M+E Unternehmen deutlich expansiver. Bei der Produktion ergibt sich aus der Befragung ein Saldo von +37 Prozentpunk­ten, bei den Investitionen sogar von +85 Prozentpunkten“, so Hatz.

„Wir erwarten, dass sich der Beschäftigungsanstieg in der Region weiter fortsetzt. 2016 sind in den niederbayerischen M+E Unternehmen 2.000 neue Stellen entstanden. Derzeit arbeiten bei uns 85.000 M+E Beschäftigte. Für 2017 rechnen wir mit 2.000 neuen M+E Arbeitsplätzen“, sagt Hatz und fordert zugleich, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren verliert die M+E Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Zudem werden Globalisierung und Digitali­sierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kos­tenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unternehmen, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und Niederbayern halten zu können.“


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