Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2016

Pressemitteilung

Oberfränkische M+E Industrie meldet abgeschwächte konjunkturelle Lage / Kaeser: „Die Beschäftigung in der Region wird aber steigen“

28.07.2016 - Coburg

Die Unternehmen der oberfränkischen Metall- und Elektro-Industrie bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage insgesamt weniger gut als bei der Umfrage im Dezember 2015.

Das Inlandsgeschäft bezeichnen rund 40 Prozent der M+E Unternehmen in der Region als gut, rund acht Prozent als schlecht. Damit liegt der Saldo mit +32 Prozentpunkten um mehr als 25 Prozentpunkte unter dem Wert der Dezember-Umfrage (+58,6 Punkte). „Die Geschäftslage im Ausland wurde mit 58,6 Prozent positiver bewertet als bei der Umfrage im Dezember. Damals waren es nur 45,5 Prozent“, erklärt Thomas Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der bayme vbm Region Oberfranken-West. Die Erwartungen haben sich deutlich eingetrübt. Sowohl für das Inlandsgeschäft als auch für den Export überwiegt per Saldo die Zahl der Pessimisten. Jeweils knapp 60 Prozent der Unternehmen erwarten keine Änderung der Lage. Sorgen machen vor allem die großen Unsicherheiten durch die globalen Risiken.

Die Produktionspläne der oberfränkischen M+E Unternehmen sind per Saldo nur noch knapp aufwärts gerichtet. Der Saldo fiel von +19 auf +3,2 Punkte. Die Investitionspläne liegen mit einem Saldo von +5,8 Prozentpunkten ebenfalls niedriger als im Winter (+8,8 Punkte). Eine Erhöhung der Investitionen planen 14,1 Prozent der Unternehmen, 8,4 Prozent wollen hier einsparen. An den Auslandsstandorten sind die Produktions- und Investitionspläne mit Salden von +31,1 beziehungsweise +11,6 Prozentpunkten expansiver als im Inland.

Die Ertragslage ist insgesamt gut, aber differenziert. 40 Prozent der Unternehmen hoffen auf eine Nettoumsatzrendite im Jahresdurchschnitt von vier Prozent und mehr. Zwölf Prozent befürchten Verluste. Vier Prozent rechnen mit einer schwarzen Null und zwölf Prozent gehen von einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent aus.

„Die Beschäftigung in der Region wird aber steigen“, erklärt Kaeser. Knapp 28 Prozent der Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte 2016 zusätzliche Jobs im Inland schaffen. Fast 25 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Im ersten Halbjahr 2016 sind in den M+E Unternehmen unserer Region erfreulicherweise bereits 500 neue Stellen entstanden. Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 500 neuen Arbeitsplätzen“, so Kaeser.


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