Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2017

Pressemitteilung

Oberpfälzische M+E Industrie: gute Lage, vorsichtige Erwartungen / Dr. Klumpp: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

24.01.2017 - Regensburg

Die Unternehmen der oberpfälzischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die aktuelle Lage als gut ein, sind aber wegen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten vorsichtig bei ihren Geschäfts-
erwartungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Fast 92 Prozent der M+E Firmen in der Oberpfalz bewerteten das aktuelle Inlandsgeschäft als gut, nur vier Prozent kamen zu einer negativen Einschätzung. Zurückhaltender aber dennoch klar positiv wurde das Exportgeschäft bewertet: 34 Prozent der Firmen waren damit zufrieden, weniger als ein Prozent unzufrieden. „Bezüglich der weiteren Entwicklung sind die Unternehmen jedoch sehr vorsichtig. Sowohl für das Inlands- als auch für das Auslandsgeschäft ergibt sich ein positiver Erwartungssaldo von rund elf Prozent. Mit gut drei Viertel geht jedoch der größte Teil der Firmen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus“, erklärt Dr. Stefan Klumpp, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Oberpfalz-Nord.

In der oberpfälzischen M+E Industrie war die Ertragslage 2016 sehr gut. Mehr als die Hälfte der Firmen erwartet eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Gut fünf Prozent rechnen mit Verlusten, weitere 16 Prozent gehen von einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent aus. Die inländischen Produktionspläne sind aufwärts gerichtet. Fast ein Viertel der Unternehmen will den Output in der ersten Jahreshälfte 2017 ausweiten, fünf Prozent müssen die Produktion drosseln. Ähnlich sieht es bei den Inlandsinvestitionen aus. Diese will ein Viertel der Firmen ausweiten, 5,5 Prozent wollen weniger investieren. Mit 30 Prozent entfällt der größte Anteil auf Erweiterungsmaßnahmen. Ersatzbeschaffungen und Rationalisierungen machen je 24 Prozent der geplanten Investitionen aus, Innovationen 13 Prozent. Für die Auslandsstandorte sind die Pläne weitaus expansiver. Bei der Investition ergibt sich aus der Befragung ein Saldo von +45 Prozentpunkten, bei der Produktion sogar von +64 Prozentpunkten“, so Dr. Klumpp.

„Wir erwarten, dass sich der Beschäftigungsanstieg in der Region weiter fortsetzt. 2016 sind in den oberpfälzischen M+E Unternehmen 2.000 neue Stellen entstanden. Derzeit arbeiten bei uns 93.000 M+E Beschäftigte. Mehr als 37 Prozent der Firmen wollen in den kommenden Monaten zusätzliche Stellen schaffen“, sagt Dr. Klumpp. Zugleich fordert er, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren liegen in der M+E Industrie die Lohnsteigerungen deutlich über den Produktivitätszuwächsen. Zudem werden Globalisierung und Digitalisierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kostenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unternehmen, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und der Oberpfalz halten zu können.“


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