Letzte Aktualisierung: 03. November 2016

Pressemitteilung

Personalkosten machen 35 Prozent der Gesamtkosten aus / Brossardt: „Ohnehin hohe Lohnkosten dürfen nicht weiter ansteigen“

03.11.2016 - München

Die Personalkosten waren 2015 einer der Hauptkostentreiber in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Das geht aus einer Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm hervor. „Die Personalkosten unterscheiden sich international stark und haben deshalb großen Einfluss im globalen Standortwettbewerb. In der bayerischen M+E Industrie machten die Personalkosten 2015 durchschnittlich 34,6 Prozent aus“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Den mit Abstand höchsten Personalkostenanteil von 76,8 Prozent hat der IT-Sektor. Innerhalb der klassischen Industriebranchen hat der sonstige Fahrzeugbau, dies ist vor allem der Luft- und Raumfahrzeugbau, mit 41,3 Prozent den höchsten Personalkostenanteil. In der Automobilindustrie beträgt der Personalkostenanteil 37,9 Prozent, im Maschinenbau 33,8 Prozent und bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen 30,5 Prozent.

Die Materialkosten hatten 2015 mit 43,6 Prozent einen noch höheren Anteil an den Gesamtkosten. Sie sind im globalen Standortwettbewerb aber weniger bedeutsam, weil es hier weltweit kein großes Preisgefälle gibt.

„Um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können, brauchen unsere Unternehmen die passenden Rahmenbedingungen am heimischen Standort. Eine wichtige Stellschraube sind wettbewerbsfähige Lohnkosten. Deshalb gilt es jetzt, die richtigen Weichen zu stellen, damit die ohnehin bereits hohen Arbeitskosten in Deutschland nicht noch weiter überproportional ansteigen“, betont Brossardt.


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