Letzte Aktualisierung: 22. März 2022

Pressemitteilung

Ausbildungssituation in der M+E Industrie im Aufwärtstrend - Unternehmen investieren in die Zukunft

22.03.2022 - München

  • Abgeschlossene M+E Ausbildungsverträge sinken 2021 erneut um 4,6 Prozent
  • Ausblick: Für 2022 deutlicher Anstieg der Verträge um 6,5 Prozent erwartet
  • Über 90 Prozent der M+E Unternehmen übernehmen ihre Auszubildenden
  • Matching-Problem: Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern

Mit 13.151 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen und einem Minus von 4,6 Prozent verzeichnete die bayerische Metall- und Elektroindustrie 2021 erneut einen Rückgang. Die immer noch schwierige konjunkturelle Lage und der Bewerbermangel hinterlassen ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Mit Blick auf das Jahr 2022 zeichnet sich jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend ab. „Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist hoch. Wir bleiben optimistisch und erwarten für den Ausbildungsstart 2022 einen Anstieg der Ausbildungsverträge um 6,5 Prozent“, kommentierte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm die Ergebnisse einer aktuellen und repräsentativen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Verbände und fügte hinzu: „Die Zahlen spiegeln die Bereitschaft der Unternehmen wider, Verantwortung zu übernehmen und jungen Menschen eine Perspektive zu geben.“

Die Übernahmesituation ist weiterhin sehr gut: Über 90 Prozent der befragten M+E Unternehmen übernahmen ihre Azubis 2021 befristet oder unbefristet, für 2022 verbessert sich die Prognose noch einmal auf 93 Prozent. „Das ist eine bemerkenswert hohe Quote, die einen großen Übernahmewillen offenbart. Die Entwicklung zeigt die hohe Investitionsbereitschaft der bayerischen Betriebe in die Zukunft“, so Brossardt.

„Die Umfrage legt außerdem offen, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie höher sein könnte. Ungünstig wirkt sich weiterhin vor allem der Bewerbermangel aus“, erklärt Brossardt. 52 Prozent der Unternehmen nannten den Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern als Ursache für den Rückgang der Ausbildungsverträge. Fast 50 Prozent gaben an, dass sich zu wenige Bewerberinnen und Bewerber gemeldet hatten.

Angesichts dieser Entwicklung hält Brossardt die Pläne der Ampel-Koalition zur Einführung einer Ausbildungsgarantie für nicht zielführend: „Viele tausende, nicht zu besetzende betriebliche Stellen in Bayern zeigen deutlich, dass wir kein Versorgungs- sondern ein Matching-Problem haben. Eine Ausbildungsgarantie wäre für den Freistaat nicht zielführend. Stattdessen brauchen wir in den allgemeinbildenden Schulen noch mehr gezielte Berufsorientierung und qualitativ hochwertige Unterstützung bei der Berufswahl. “


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Stefanie Eizenberger

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

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