Letzte Aktualisierung: 27. März 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung psychische Gesundheit / Debatte versachlichen – Arbeit macht nicht krank

27.03.2019 - München

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordern in der Debatte um psychische Erkrankungen eine Versachlichung. bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Es sind leider Argumente im Umlauf, die emotional besetzt, aber faktisch falsch sind. Arbeit per se macht nicht psychisch krank. Gut gestaltete Arbeitsbedingungen wirken sich sogar positiv auf die Psyche aus.“

bayme vbm vbw stützen sich in ihrer Argumentation auf ihre 2015 vom Max-Planck-Institut durchgeführte Langzeitstudie. So belegt ein Vergleich zwischen Berufstätigen und Nicht-Berufstätigen, dass es keinen Unterschied bei der Häufigkeit psychischer Erkrankungen gibt. „Arbeit ist kein besonderer Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Die ansteigende Zahl an Diagnosen ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass Betroffene heute häufiger aufgrund psychischer Erkrankungen einen Arzt aufsuchen und dieser öfter als früher die zutreffende Diagnose stellt“, erläutert Brossardt. Laut der Studie beeinflussen vor allem personenbezogene und biografische Belastungsfaktoren das Erkrankungsrisiko.

Der bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer versichert: „Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, sie nehmen die psychische und physische Gesundheit ihrer Mitarbeiter sehr ernst. Denn von betrieblichen Maßnahmen für Prävention und Gesundheitsschutz profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer.“ Zudem verweist Brossardt auf das Engagement von bayme vbm: „Wir bieten unseren Mitarbeitern und Führungskräften aus Mitgliedsunternehmen eine anonyme Telefonhotline bei psychischen Problemen an. Nach einer Erstberatung vermitteln wir bei Bedarf über unsere Datenbank mit rund 3.700 Einträgen Kontaktadressen für die weitere Behandlung. Im Bereich Weiterbildung bieten wir Workshops und Trainings für Geschäftsführer, Führungskräfte und Personalverantwortliche sowie Betriebsärzte an. Bisher haben wir fast 3.000 Personen für psychische Erkrankungen bei Mitarbeitern sensibilisiert und weitergebildet.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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