Letzte Aktualisierung: 03. März 2022

Pressemitteilung

Bayerns M+E Exporte fast sieben Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie / Brossardt: „Krieg in der Ukraine verunsichert internationale Märkte“

03.03.2022 - München

Die Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm haben aus Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2021 errechnet. „2020 und 2021 waren für die M+E Exporte aus dem Freistaat aus Wachstumssicht verlorene Jahre. Die Betriebe konnten 2021 den Einbruch aus dem Corona-Jahr 2020 nicht wettmachen.

Die M+E Exporte sind gegenüber 2020 zwar um 9,1 Prozent gewachsen. Aber gegenüber 2019 und damit dem Niveau vor der Pandemie ergibt sich ein Minus von 6,8 Prozent. Das ist besorgniserregend, denn die bayerische M+E Industrie steht für fast 845.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ist Motor für Innovationen im Freistaat“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Insgesamt summierten sich die M+E Exporte 2021 auf 123,1 Mrd. Euro, was knapp 65 Prozent aller Ausfuhren aus Bayern entspricht. „Materialmangel und Lieferengpässe sowie in der Folge gestiegene Transportkosten und Einkaufspreise haben die bayerischen M+E Betriebe im vergangenen Jahr schwer belastet. Ein schnelles Ende der Mangelsituation ist nicht in Sicht. Durch den Krieg in der Ukraine werden sich die Lieferprobleme noch verschärfen. Der Russland/Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende extrem angespannte geopolitische Lage sorgen für große Unsicherheit auf den internationalen Märkten. Wie sich vor diesem Hintergrund die bayerischen M+E Exporte in den nächsten Monaten entwickeln werden, ist derzeit ungewiss. Negative Folgen sind aber sicher“, so Brossardt.

Der größte Absatzmarkt für bayerische M+E Produkte waren 2021 die USA mit einem Anteil von 12,5 Prozent, dicht gefolgt von China mit 12,1 Prozent. Auf Rang drei der größten Exportmärkte für bayerische M+E Produkte lag 2021 Frankreich mit einem Anteil von 7,0 Prozent. Das Vereinigte Königreich belegt Platz vier. „Die Folgen des Brexit sind unübersehbar, gegenüber 2019 sind die M+E Exporte ins Vereinigte Königreich um mehr als ein Viertel eingebrochen“, erklärt Brossardt. Während die Exportsteigerungen bei Elektro- und Elektronikprodukten den Einbruch des Jahres 2020 wettmachen konnten, lagen die Ausfuhren von Kfz und Kfz-Teilen 2021 um 14,7 Prozent niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, die Maschinenexporte um 1,9 Prozent niedriger. „Insbesondere der Rückgang im Automotive-Sektor wiegt schwer, Kraftwagen und Kraftwagenteile machen fast ein Drittel der bayerischen M+E Exporte aus“, so Brossardt abschließend.


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Maximilian Stoib

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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