Letzte Aktualisierung: 24. Oktober 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum 8. Unternehmergespräch Hochfranken / Gesunde Fehlerkultur ist Voraussetzung für Innovationskraft der Industrie

24.10.2019 - Selb

Beim 8. Unternehmergespräch Hochfranken begrüßten die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm mit Philip Keil einen Berufspiloten, Autor und gefragten Speaker, der sich mit dem Thema „Crash oder Punktlandung? Erfolgreiche Fehlerkultur in turbulenten Zeiten“ auseinandersetzt. Der Vorstandsvorsitzende der bayme vbm Region Oberfranken-West, Thomas Kaeser, verwies im Vorfeld der Veranstaltung auf einen zehn Jahre anhaltenden Höhenflug der Konjunktur allgemein und der bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen, der aber ins Stocken gekommen ist: „Wenn ich die Metall- und Elektroindustrie im Freistaat mit einem Flugzeug vergleiche, dann hat es sich in den letzten zehn Jahren im permanenten Steigflug befunden. Noch bewegt es sich in guter Flughöhe, aber wir erleben starke Turbulenzen. Wir stehen vor großen Herausforderungen, um diese zu überwinden.”

Kaeser wies auf eine schwierige wirtschaftliche Situation hin inmitten von Brexit und Handelskonflikten zwischen USA, China und der EU. Die Politik muss aus Kaesers Sicht für Aufwind sorgen: „Dabei denke ich zum Beispiel an eine Senkung der Unternehmenssteuern sowie günstigere Energiekosten, um mehr Freiraum für Investitionen zu schaffen. Im Zuge dessen brauchen wir auch eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes durch die Bundesregierung.“ Politik und Sozialpartner müssen, so Kaeser, in Zeiten der digitalen Transformation die richtigen Weichen stellen. „Wichtig ist aber auch eine gesunde Fehlerkultur. Diese ist unabdingbar, um Innovationen hervorzubringen und sich mit intelligenten Produkten weiterhin am Weltmarkt zu behaupten.”

Philip Keil machte bei seinem Vortrag deutlich, dass der Umgang mit Fehlern auch für Unternehmer entscheidend ist: „Wir müssen uns davon verabschieden, dass wir eine Firmenkultur aufbauen können, in der kein Mensch Fehler macht. Es geht darum, die Fehler frühzeitig zu erkennen, sie abzustellen und daraus zu lernen. Erst durch die Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen komme es zur Katastrophe. Das Ziel muss daher sein, Fehler offen anzusprechen, zu dokumentieren und für die Zukunft aus ihnen zu lernen. Das gilt auch dann, wenn sie der Kapitän - oder der Vorstand - gemacht hat.“ So kann aus Keils Sicht ein Absturz verhindert werden.


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