Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2019

Pressemitteilung

M+E Konjunkturaussichten deutlich gedämpft / Brossardt: „Standort für künftige Herausforderungen aufstellen“

28.02.2019 - München

Die Stimmung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat sich in den letzten Monaten merklich eingetrübt. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind sogar negativ. Das melden die bayerischen M+E Arbeitgeberverbände bayme vbm in ihrem neuen Konjunkturreport 01/2019.

So liegt der entsprechende ifo-Geschäftsklima-Index für die bayerische M+E Industrie im Januar 2019 nur noch bei +9,4 Punkten, vor einem Jahr waren es noch 45,1 Punkte. Die aktuelle Lage wird von den Unternehmen per Saldo aus positiven und negativen Antworten mit +31,5 Punkten noch als gut bewertet. Das gilt für alle Branchen. Die Erwartungen liegen mit -10,3 Punkten hingegen den vierten Monat in Folge im negativen Bereich. „Die globalen Unsicherheiten sind nach wie vor ungelöst und spitzen sich weiter zu. Das schlägt auf die Stimmung und die Erwartungen der Unternehmen durch“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Neben den Stimmungsindikatoren befindet sich auch die Produktion im Rückwärtsgang. Seit drei Quartalen sinkt diese, zuletzt im Schlussquartal 2018 um 1,5 Prozent. Besonders deutlich ist der Rückgang mit -5,9 Prozent in der Automobilindustrie. Für die gesamte M+E Industrie bleibt gegenüber 2017 im Jahresdurchschnitt somit nur noch ein Produktionsplus von einem Prozent über. „Die Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung sind unübersehbar. Schuld daran sind insbesondere politische Ursachen, wie das WLTP-Prüfverfahren oder der Brexit. Dabei brauchen unsere Unternehmen gerade jetzt Stabilität, Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Wir müssen unseren Standort für die Herausforderungen der Zukunft aufstellen“, kommentiert Brossardt.

Laut bayme vbm läuft es auf dem Arbeitsmarkt aber weiter rund. Pro Monat entstanden zuletzt rund 2.000 neue Arbeitsplätze in der bayerischen M+E Industrie. „Der Jobmotor brummt weiter – aktuell sind über 872.000 Personen in der bayerischen M+E Industrie beschäftigt. Das ist Rekord“, erläutert Brossardt.


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