Letzte Aktualisierung: 20. Dezember 2021

Pressemitteilung

Betriebliches Impfen ist ein Erfolgsmodell / Brossardt: „Fast 60 Prozent der Unternehmen bieten auch Booster-Impfungen an“

20.12.2021 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm ziehen eine Erfolgsbilanz des betrieblichen Impfens. „Allein in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie haben fast zwei Drittel der Unternehmen ihren Beschäftigten eine betriebliche Erst- und Zweitimpfung angeboten. Das ist ein fantastischer Wert und zeigt das Engagement der Betriebe im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bis Ende Januar 2022 bieten fast 60 Prozent ihren Belegschaften auch Booster-Impfungen an“, fasst bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt den Erfolg der Impfallianz zusammen und fordert: „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sondern müssen das Impftempo noch weiter erhöhen.“

Die bayerische Impfallianz wird durch die vbw und das Bayerische Gesundheitsministerium organisiert und umfasst aktuell 654 Unternehmen, die sich erfolgreich beim Impfen der Belegschaften engagieren. Der Arbeitsplatz war und ist kein Treiber des Pandemiegeschehens. Vielmehr tragen die Unternehmen maßgeblich dazu bei, die vierte Welle zu brechen. „Durch umfassende Hygienekonzepte, weitreichende Home-Office-Regelungen und die Unterstützung bei der Immunisierung der Belegschaften hatten und haben die Unternehmen einen großen Anteil am Kampf gegen das Virus. Wir müssen aber jetzt dafür Sorge tragen, dass 2022 ein erfolgreiches Jahr wird und uns Virusmutationen wie Omikron nicht erneut zurückwerfen. Unsere Betriebe haben endlich wieder gefüllte Auftragsbücher und kommen zeitgleich mit der Produktion nicht hinterher. Es fehlt an Material und an Fachkräften. Das Vorkrisenniveau ist noch lange nicht erreicht.

Wir appellieren an alle, sich impfen zu lassen. Erst- und Zweitimpfungen sind dabei genauso wichtig wie die jetzt flächendeckend anstehende Booster-Impfung. Nur durch eine erfolgreiche Booster-Kampagne schaffen wir die Rückkehr zur Normalität im Betrieb und im Privaten“, erklärt Brossardt. Für 40 Prozent der bayerischen M+E-Betriebe zählt die zeitliche Verfügbarkeit von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten zu den größten hemmenden Faktoren beim Angebot von Booster-Impfungen. „Eine geringe Impfbereitschaft der Belegschaft oder eine geringe Akzeptanz des angebotenen Impfstoffes ist nur bei gut jedem zehnten Unternehmen ein Problem. Das macht uns Mut. Die Corona-Impfung stößt offensichtlich auf eine breite Akzeptanz in den Belegschaften. Für alle anderen gilt: Lassen Sie sich impfen, für sich selbst und aus Solidarität“, appelliert Brossardt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die keine Booster-Impfungen anbieten, sind zu klein und vom Organisationsaufwand abgeschreckt. Auch die Verfügbarkeit von Betriebsärztinnen und -ärzten bleibt ein Problem. „Bei knapp jedem fünften mangelt es an den Personalkapazitäten. Eine fehlende Bereitschaft der Unternehmen gibt es hingegen nicht“, so Brossardt abschließend.



Drucken
Kontakt
Kontakt

Tobias Rademacher

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

Tobias Rademacher
Nach oben