Letzte Aktualisierung: 05. Juni 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Stellungnahme der IG Metall Bayern / vbm weist Behauptungen der IG Metall Bayern entschieden zurück

05.06.2019 - München

Anlässlich der heutigen Vorstellung des „Transformationsatlasses“ der IG Metall, der den ökologischen und digitalen Wandel in den Unternehmen untersucht, weist der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. die von der IG Metall Bayern erhobenen Vorwürfe entschieden zurück.

vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Insbesondere die Behauptung, die Unternehmen kümmerten sich nicht ausreichend um Qualifizierung ihrer Mitarbeiter im Zuge des Transformationsprozesses, ist nicht richtig. 2017 nahm jeder zweite Mitarbeiter der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme teil. Pro Weitergebildetem gaben die Unternehmen rund 1.550 Euro aus, womit zu einem erheblichen Teil auch Qualifizierungsmaßnahmen infolge des ökologischen und digitalen Wandels erfasst sind. Hochgerechnet auf die gesamte bayerische M+E Industrie ergeben sich Weiterbildungsaufwendungen in Höhe von 650 Millionen Euro pro Jahr. Außerdem wurden im vergangenen Ausbildungsjahr in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie über 16.200 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit erzielte die M+E Berufsausbildung in Bayern erneut einen Rekord. Eine stets steigende Zahl dieser Ausbildungsstellen entfällt auf den IT-Bereich, was zeigt, dass die Unternehmen mit der Zeit gehen. Angesichts dessen wird die Behauptung, die Unternehmen würden keine Verantwortung übernehmen, der Realität nicht gerecht.“

Brossardt verweist darauf, dass die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie deutlich in Vorleistung gegangen sind und trotz der gestiegenen Kostenbelastung massiv investiert haben – in neue Technologien und Innovationen sowie in großem Umfang in Arbeitsplätze und Beschäftigung. „Die IG Metall täte gut daran, die Transformation der Industrie chancenorientiert, technologieoffen und ohne Widersprüche zu begleiten. Einerseits unterstützt die IG Metall überdimensionierte Klimaziele und gefährdet damit unsere Leitindustrie, die Automobilindustrie. Gleichzeitig will sie die damit verbundenen strukturellen Herausforderungen und daraus entstehenden Kosten für Transformationsregelungen einseitig den Unternehmen auferlegen. Das ist der falsche Weg. Wir müssen eine Klimapolitik aufsetzen, die für die Industrie machbar ist und bei der insbesondere die tarifpolitischen Weichen darauf ausgerichtet sind, die Unternehmen beim Übergang zu unterstützen“, so Brossardt.


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