Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2021

Pressemitteilung

Automobilstandort Bayern unterschiedlich stark von der Transformation betroffen / Brossardt: „Strukturelle Vorteile nutzen und jede Region zur Chancenregion machen“

17.12.2021 - München

Der Freistaat kann insgesamt von den weltweiten Trends der Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen profitieren, weil Bayern im innerdeutschen und globalen Vergleich weniger stark auf den klassischen Antriebsstrang spezialisiert ist. Gleichzeitig ist Bayern überdurchschnittlich von der Transformation betroffen: Im Jahr 2020 entfielen rund 5,4 Prozent aller Beschäftigten auf die Automobilwirtschaft, in Deutschland nur 3,6 Prozent. Dabei ergeben sich innerhalb Bayerns große regionale Unterschiede hinsichtlich der Ausrichtung auf Zukunftsfelder.

Das sind die Kernergebnisse einer Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie in Bayern bayme vbm. „Die Herausforderungen durch den Wandel in der Automobilindustrie sind im ‚Autoland‘ Bayern überdurchschnittlich groß, aber wir können auf einen strukturellen Vorteil setzen. Unser Ziel ist es, jede Region zur Chancenregion zu machen“, sagte bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Studie „Auto-Cluster Bayern. Regionen im Fokus“, erstellt von der IW Consult GmbH, analysiert die Chancen und Herausforderungen der bayerischen Regionen in der Transformation der Automobilindustrie. Von den 309.000 Beschäftigten in der Automobilwirtschaft im Freistaat sind 19,6 Prozent im Bereich der traditionellen Antriebe tätig. In Bayern entfallen damit 61.000 Arbeitsplätze auf diesen Bereich. Die höchsten Anteile an der Gesamtbeschäftigung weisen dabei Schweinfurt und Bamberg auf. In der gesamten Bundesrepublik können mehr als 22 Prozent der Beschäftigten den traditionellen Antrieben zugeordnet werden.

Als „Chancenregionen“, also Regionen mit hohen Beschäftigungsanteilen in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung, hat die Studie unter anderem Ingolstadt, Landshut, das Oberallgäu, Dingolfing-Landau sowie Regensburg identifiziert. Auf diese Bereiche entfallen in Bayern insgesamt fast 39.000 Arbeitsplätze. „Entscheidend wird sein, die Unternehmen in allen Regionen bei der Transformation gezielt zu unterstützen. Wichtig ist jetzt, Kräfte zu bündeln und bestehende Initiativen auszubauen.

Als Verbände leisten wir dazu unseren Beitrag, beispielsweise im Rahmen regionaler Transformationsnetzwerke,“ so Brossardt abschließend. Die Studie finden Sie hier zum Download.



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Lena Grümann

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

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