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Tobias Rademacher

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

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Pressemitteilung | 02.12.2021

Produktionsniveau noch neun Prozent unter Vor-Krisenniveau / Brossardt: „Weg zur Normalität noch weit, Materialmangel bremst Erholung aus“

Die Produktion in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (M+E) ist im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um zwei Prozent gesunken. Zwar wurde das Vorjahresquartal um 3,9 Prozent übertroffen, das Produktionsniveau liegt aber immer noch 9,1 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. „Lieferengpässe, Materialmangel und das mit Wucht zurückgekommene Corona-Infektionsgeschehen bremsen die vom sehr niedrigen Niveau des dritten Quartals 2020 gestartete wirtschaftliche Erholung erneut aus. Zusätzliche Belastungen in Form von Regulierung oder Kosten wären Gift für die Konjunktur. Dessen muss sich sowohl die neue Bundesregierung als auch die IG Metall bewusst sein. Für den Weg zurück in die Normalität brauchen unsere Unternehmen Sicherheit und Stabilität und keine neuen Verunsicherungen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, Bertram Brossardt.

Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorkrisenjahres 2019 liegen mit Ausnahme der Hersteller elektrischer Ausrüstungen (+3,4 Prozent) alle M+E Branchen noch deutlich unter dem damaligen Niveau. Besonders die Hersteller von Kraftwagen (-13,5 Prozent) und der sonstige Fahrzeugbau (-14,9 Prozent) weisen ein hohes Minus auf. „Über fast alle Teilbranchen hinweg ist der Produktionsrückgang seit Beginn der Krise schmerzhaft hoch. Die aktuellen Entwicklungen lassen auch nicht auf eine baldige Verbesserung der Lage hoffen. Oberste Priorität müssen jetzt Investitionen und Innovationen haben. Nur so können wir der internationalen Konkurrenz und dem gestiegenen Wettbewerbsdruck durch die Corona-Pandemie und die Transformation etwas entgegensetzen“, erklärt Brossardt.

Positiver gestaltet sich die Beschäftigungsentwicklung in der bayerischen M+E-Industrie. So läuft der seit Jahresmitte 2019 anhaltende Rückgang zunehmend aus. „Seit dem Höchststand im Frühjahr 2019 sind 29.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Es wird Zeit, dass wir die Trendwende schaffen“, erklärt Brossardt und fügt hinzu: „Nach wie vor nutzen viele M+E Betriebe im Freistaat das Instrument der Kurzarbeit. Aktuell sind es noch gut 13 Prozent der Unternehmen.“