Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2017

Pressemitteilung

Schwäbische M+E Industrie: gute Lage, vorsichtige Erwartungen / Partik: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

12.01.2017 - Augsburg

Die Unternehmen der schwäbischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die aktuelle Lage als gut ein, sind aber wegen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten vorsichtig bei ihren Geschäftserwartungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Die Unternehmen der schwäbischen M+E Industrie bewerteten die Geschäftslage im zweiten Halbjahr 2016 als gut. Über die Hälfte der Firmen kam für das aktuelle Inlandsgeschäft zu einem positiven Urteil, 18 Prozent zu einem negativen. Das Exportgeschäft wurde von knapp einem Drittel der Betriebe als gut bezeichnet, sieben Prozent waren unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Befragung vor einem halben Jahr hat sich die Gesamteinschätzung der Unternehmen in der Region jedoch etwas verschlechtert: „Die Firmen sind bei den Erwartungen zurückhaltend: Über zwei Drittel der schwäbischen M+E-Firmen gehen für den Inlandsmarkt von keiner Veränderung aus, knapp 17 Prozent hoffen auf eine Verbesserung, nur unwesentlich weniger befürchten eine Verschlechterung. Bezogen auf das Auslandsgeschäft ist der Erwartungssaldo sogar negativ“, erklärt Dr. Markus Partik, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Schwaben-Augsburg.

Die Ertragslage ist in der schwäbischen M+E Industrie insgesamt gut. 41 Prozent der Unternehmen gehen für 2016 von einer Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr aus. Auf der anderen Seite befürchten 4,5 Prozent Verluste, knapp sieben Prozent eine schwarze Null. 16 Prozent erwarten eine unzureichende Rendite zwischen einem und zwei Prozent. Die Produktions- und Investitionspläne der schwäbischen M+E Firmen für die heimischen Standorte im ersten Halbjahr 2017 sind leicht aufwärts gerichtet. „Auch für die Auslandsstandorte sind die Pläne der schwäbischen M+E Unternehmen grundsätzlich positiv: Der Saldo der Produktionspläne liegt hier bei rund 17 Prozentpunkten, der Saldo der Investitionspläne bei +3 Punkten“, so Partik.

Die Beschäftigungspläne in der Region für das Inland sind kaum noch optimistisch. Zwar wollen 29 Prozent der Firmen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, fast ebenso viele befürchten aber, Stellen abbauen zu müssen. „An den Auslandsstandorten sind die Beschäftigungspläne expansiver, hier ergibt sich ein Saldo von +11,3 Prozentpunkten. 2016 sind in den schwäbischen M+E Unternehmen 2.700 neue Stellen entstanden, für 2017 rechnen wir trotz allem mit insgesamt 2.500 neuen M+E Arbeitsplätzen“, erläutert Partik und fordert zugleich, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren verliert die M+E Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Zudem werden Globalisierung und Digitali­sierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kos­tenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unternehmen, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und Schwaben halten zu können.“


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