Letzte Aktualisierung: 27. November 2019

Pressemitteilung

Sechstes Quartal mit Produktionsrückgang in der bayerischen M+E Industrie / Brossardt: „Stecken mitten in der Rezession, Ende nicht in Sicht“

27.11.2019 - München

Die Produktion in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) ist im dritten Quartal 2019 zum sechstenMal in Folge gesunken. Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal liegt bei 2,4 Prozent. Das melden die bayerischen M+E Arbeitgeberverbände bayme vbm in ihrem neuen Konjunkturreport 04/2019. „Unsere Industrie steckt mitten in einer Rezession und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir brauchen jetzt dringend ein Wirtschafts- und Wachstumsprogramm um gegenzusteuern“, kommentiert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Dringlichkeit zeigt sich auch darin, dass die Industrie am Ende des langanhaltenden Beschäftigungsaufbaus steht. Seit Juli dieses Jahres sinkt die Beschäftigtenzahl in der bayerischen M+E Industrie saisonbereinigt um rund 500 Personen pro Monat. „Die Beschäftigungspläne der Unternehmen sind klar negativ. Einen weiteren Rückgang erwarten wir auch in den kommenden Quartalen“, so Brossardt.

Dazu passt, dass die aktuelleLageeinschätzung in der bayerischen M+E Industrie auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2010 liegt. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben deutlich im negativen Bereich. So liegt der entsprechende ifo Geschäftsklimaindex für die bayerische M+E Industrie im Oktober 2019 bei -9,6 Punkten. Das sind 1,6 Prozentpunkte weniger als vor drei Monaten. Die aktuelleLage wird von den Unternehmen per Saldo aus positiven und negativen Antworten mit -5,0 Punkten bewertet, ein Minus von über 36 Punkten seit Jahresbeginn.

Die Erwartungen liegen mit -14,2 Punkten bereits den dreizehnten Monat in Folge im negativenBereich. „Die anhaltenden globalen Unsicherheiten und das instabile außenwirtschaftliche Umfeld bleiben eine erhebliche Gefahr für unsere exportorientierte Wirtschaft. FallendeAuftragseingänge und die negative Nachfrageentwicklung lassen auch für die kommenden Monate keinen Umschwung erwarten“, erklärt Brossardt und fügt hinzu: „Unser Sozialpartner sollte die Zeichen erkennen und dementsprechend seine Tarifpolitik ausrichten. Die Quittung für wettbewerbsfeindlicheTarifabschlüsse zeigt sich besonders stark im Abschwung.“

Die bayerischen Arbeitgeberverbände fordern ein Wachstumsprogramm, dass unter anderem Steuersenkungen umfasst sowie eine degressive Abschreibung auf Investitionen, zum Beispiel in die Digitalisierung.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Tobias Rademacher

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Tobias Rademacher
nach oben