Letzte Aktualisierung: 31. August 2017

Pressemitteilung

Top-Lage und gute Erwartungen trotz unsicherem Umfeld / Wolfram Hatz: „Zukunftsperspektiven nicht verspielen“

31.08.2017 - Passau

Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in Niederbayern zeigt sich in guter und robuster Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region, die heute in Passau vorgestellt wurde. Die Unternehmen stufen die aktuelle Lage mehrheitlich als gut ein. Die Geschäfts-
erwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen Umfelds gut.

„Knapp die Hälfte der Betriebe bezeichnet das Inlandsgeschäft als gut, keiner der befragten Betriebe kommt zu einer negativen Einschätzung. Bezogen auf das Auslandsgeschäft kommt exakt die Hälfte der Firmen zu einem positiven Urteil, nur rund vier Prozent zu einem negativen“, so Wolfram Hatz, Vorsitzender der bayme vbm Region Niederbayern.

Auch für die kommenden Monate sind die Unternehmen zuversichtlich. Gut 15 Prozent hoffen im Inland auf eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung, nur knapp vier Prozent befürchten eine Eintrübung. Über 80 Prozent rechnen mit einer stabilen Geschäftslage. Beim Export erwarten gut 12 Prozent der Betriebe eine Besserung, kein Unternehmen fürchtet eine Verschlechterung.

Die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region sind aufwärts gerichtet. Ein Viertel der befragten Unternehmen will den Output erhöhen, keines muss die Produktion zurückfahren. Die Investitionen will knapp ein Drittel aller befragten Firmen steigern, kein Unternehmen plant Kürzungen. Dabei stehen mit einem Anteil von 38 Prozent Ersatzbeschaffungen an erster Stelle. Auf Erweiterungsmaßnahmen entfallen knapp 25 Prozent. „Die Schere zwischen den ausländischen und inländischen Produktions- und Investitionsplänen der bayerischen M+E Unternehmen hat sich geweitet, an den Auslandsstandorten sind sie deutlich expansiver geworden“, sagte Hatz.

Der Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie der Region wird sich fortsetzen. Gut ein Drittel (34,6 Prozent) der Unternehmen plant die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in den kommenden Monaten, nur 3,8 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 835.000Stammarbeitskräfte beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 25 Jahren. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen weiteren Zuwachs von rund 9.000 Arbeitsplätzen. Zum Jahresende rechnen wir mit 844.000 Beschäftigten, davon rund 87.000 in der Niederbayern“, so Hatz.

Hatz zeigte sich dennoch besorgt: „Die positiven Entwicklungen bei den Unternehmen sind Ausdruck der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Um diese dauerhaft zu erhalten, müssen sowohl der Gesetzgeber als auch die Tarifparteien die Unternehmen mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen. Der entscheidende Faktor, um die Zukunftsperspektiven im Blick zu behalten und mittelfristig nicht zu verspielen, ist Flexibilität.“ Damit sind insbesondere die nicht mehr zeitgemäßen gesetzlichen Arbeitszeitregelungen gemeint. Diese bilden aktuelle Entwicklungen bei neuen Produktionsabläufen und mobilem Arbeiten nicht ab. „Es geht nicht um eine Erhöhung des Arbeitszeitvolumens, sondern um die Möglichkeit, dieses flexibler zu verteilen“, erklärte Hatz und fügte hinzu: „Für die Zukunft der M+E Industrie brauchen die Unternehmen verlässliche und flexible Rahmenbedingungen, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.“


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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

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