Letzte Aktualisierung: 08. August 2017

Pressemitteilung

Top-Lage und gute Erwartungen trotz unsicheren Umfelds / Dr. Ohl: „Zukunftsperspektiven nicht verspielen“

08.08.2017 - Hof

Die Konjunktur in der oberfränkischen Metall- und Elektro-Industrie zeigt sich in guter und robuster Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region, die heute in Hof vorgestellt wurde. Die Unternehmen stufen die aktuelle Lage mehrheitlich als gut ein. Auch die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen
Umfelds gut.

„Über drei Viertel der Betriebe bezeichnen das Inlandsgeschäft als gut, nur knapp sechs Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Bezogen auf das Auslandsgeschäft kommen über zwei Drittel der Firmen zu einem positiven Urteil, drei Prozent zu einem negativen“, so Dr. Hanns-Peter Ohl, Vorsitzender der bayme vbm Region Oberfranken-Ost.

Auch für die kommenden Monate sind die Unternehmen zuversichtlich. Rund 33 Prozent hoffen im Inland auf eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung, kein Unternehmen befürchtet eine Eintrübung. Beim Export setzt fast jeder dritte Betrieb auf eine Verbesserung, auch hier rechnet kein Unternehmen mit einer Eintrübung.

Die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region sind aufwärts gerichtet. Knapp 39 Prozent
der Firmen planen, ihren Output zu erhöhen, keine der befragten Firmen muss die Produktion in den kommenden Monaten zurückfahren. Ähnlich sind die Investitionspläne: Gut 31 Prozent der Firmen planen, ihre Investitionen auszuweiten, während der Rest auf unverändertem Niveau investieren möchte. Etwa ein Drittel der geplanten Investitionen werden Erweiterungsmaßnahmen sein. Ersatzbeschaffungen machen 22 Prozent aus, Rationalisierungen 27 Prozent. „Die Schere zwischen den ausländischen und inländischen Produktions- und Investitionsplänen der bayerischen M+E Unternehmen hat sich leicht geschlossen, an den Auslandsstandorten bleiben sie aber deutlich expansiver“, sagte Ohl.

Der Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie der Region wird sich fortsetzen. 39 Prozent der Unternehmen wollen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, knapp sechs Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 835.000 Stammarbeitskräfte beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 25 Jahren. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen Zuwachs um zusätzliche rund 9.000 Arbeitsplätze. Zum Jahresende rechnen wir mit 844.000 Beschäftigten. In Oberfranken werden im Jahresschnitt 2017 fast 59.000 Personen eine Beschäftigung in der M+E-Industrie haben“, so Ohl.

Der Vorsitzende der bayme vbm Region Oberfranken-Ost zeigte sich dennoch nachdenklich: „Die positiven Entwicklungen bei den Unternehmen sind Ausdruck der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Um diese dauerhaft zu erhalten, müssen sowohl der Gesetzgeber als auch die Tarifparteien die Unternehmen mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen. Der entscheidende Faktor, um die Zukunftsperspektiven im Blick zu behalten und mittelfristig nicht zu verspielen, ist Flexibilität.“ Damit sind insbesondere die nicht mehr zeitgemäßen gesetzlichen Arbeitszeitregelungen gemeint. Diese bilden aktuelle Entwicklungen bei neuen Produktionsabläufen und mobilem Arbeiten nicht ab. „Es geht nicht um eine Erhöhung des Arbeitszeitvolumens, sondern um die Möglichkeit, dieses flexibler zu verteilen“, erklärte Ohl und fügte hinzu: „Die Unternehmen brauchen verlässliche und flexible Rahmenbedingungen, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.“


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Ulla Wolfshöfer

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