Letzte Aktualisierung: 04. August 2017

Pressemitteilung

Top-Lage und gute Erwartungen trotz unsicheren Umfelds / Ingrid Hunger: „Zukunftsperspektiven nicht verspielen“

04.08.2017 - Würzburg

Die Konjunktur in der unterfränkischen Metall- und Elektro-Industrie zeigt sich in guter und robuster Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region, die heute in Würzburg vorgestellt wurde. Die Unternehmen stufen die aktuelle Lage mehrheitlich als gut ein. Auch die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen Umfelds gut.

„Mehr als zwei Drittel der Betriebe bezeichnen das Inlandsgeschäft als gut, nur sechs Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Bezogen auf das Auslandsgeschäft kommen weit mehr als die Hälfte der Firmen zu einem positiven Urteil, rund vier Prozent zu einem negativen“, so Ingrid Hunger, Vorstandsvorsitzende der bayme vbm Region Main und Spessart.

Auch für die kommenden Monate sind die Unternehmen zuversichtlich. 32 Prozent hoffen im Inland auf eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung, kein Unternehmen befürchtet eine Eintrübung. Beim Export setzt allerdings nur jeder fünfte Betrieb auf eine Verbesserung, mit einer Eintrübung rechnet aber auch hier keiner.

Die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region sind aufwärts gerichtet.
Rund 58 Prozent der Firmen wollen den Output erhöhen, kein Unternehmen muss die Produktion zurückfahren. Die Investitionen wollen knapp 42 Prozent der Firmen steigern, keine will kürzen. Mit 35 Prozent entfällt der größte Teil auf Erweiterungsmaßnahmen, Rationalisierungen machen 29 Prozent aus, Ersatzbeschaffungen 23 Prozent. „Die Schere zwischen den ausländischen und inländischen Produktions- und Investitionsplänen der bayerischen M+E Unternehmen hat sich leicht geschlossen, an den Auslandsstandorten bleiben sie aber deutlich expansiver“, sagte Hunger.

Der Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie der Region wird sich fortsetzen. 52 Prozent der Unternehmen wollen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, keines befürchtet, Stellen
abbauen zu müssen. „Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 835.000 Stammarbeitskräfte beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 25 Jahren. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen Zuwachs um zusätzliche rund 9.000 Arbeitsplätze. Zum Jahresende rechnen wir mit 844.000 Beschäftigten. In Unterfranken werden im Jahresschnitt 2017 rund 90.000 Personen eine Beschäftigung in der M+E-Industrie haben“, so Hunger.

Die Vorstandsvorsitzende der bayme vbm Region Main und Spessart zeigte sich dennoch be-
sorgt: „Die positiven Entwicklungen bei den Unternehmen sind Ausdruck der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Um diese dauerhaft zu erhalten, müssen sowohl der Gesetzgeber als auch die Tarifparteien die Unternehmen mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen. Der entscheidende Faktor, um die Zukunftsperspektiven im Blick zu behalten und mittelfristig nicht zu verspielen, ist Flexibilität.“ Damit sind insbesondere die nicht mehr zeitgemäßen gesetzlichen Arbeitszeitregelungen gemeint. Diese bilden aktuelle Entwicklungen bei neuen Produktionsabläufen und mobilem Arbeiten nicht ab. „Es geht nicht um eine Erhöhung des Arbeitszeitvolumens, sondern um die Möglichkeit, dieses flexibler zu verteilen“, erklärte Hunger und fügte hinzu: „Die Unternehmen brauchen verlässliche und flexible Rahmenbedingungen, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.“


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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