Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Umfrage M+E-Industrie in der Region MünchenNord-Ingolstadt: 2013 wird es bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben

23.01.2013 - Ingolstadt

Die Konjunktur in der Metall- und Elektroindustrie in der Region MünchenNord-Ingolstadt wird sich in der ersten Jahreshälfte 2013 abkühlen. Insgesamt wird es 2013 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elek-tro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in der Region.

Helmut Krauss, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region MünchenNord-Ingolstadt: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie in der Region MünchenNord-Ingolstadt hat sich im zweiten Halbjahr 2012 noch als gut dargestellt. Unsere Konjunkturumfrage bestätigt aber die Abkühlung, die wir in der ersten Jahreshälfte 2013 erwarten. Der Konjunkturmotor kommt zum Stehen, möglicherweise wird sogar der Rückwärtsgang eingelegt. Verantwortlich sind die mäßige Entwicklung der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland.“

Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen beträgt beim Auslandsgeschäft noch +15,6 Prozent, beim Inlandsgeschäft hingegen -6,2 Prozent. Krauss: „Die inländischen Erwartungen liegen im negativen Bereich. Beim Export setzen die Firmen hingegen auf ein Wiederanziehen der Konjunktur in den Emerging Markets.“ Sorgen bereitet Krauss vor allem, dass bereits 30 Prozent der Unternehmen in der Region Verluste schreiben und weitere 10 Prozent eine international unzureichende Netto-Umsatzrendite von unter zwei Prozent aufweisen.

Die Beschäftigungspläne der Unternehmen in der Region liegen noch leicht im positiven Bereich. 32 Prozent der Firmen planen, in der ersten Jahreshälfte zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, 11 Prozent müssen wohl Stellen abbauen. Bei der großen Mehrheit, fast 57 Prozent der Unternehmen, wird die Belegschaftsstärke stabil bleiben. Bayernweit rechnen bayme vbm jedoch mit dem Verlust von 3.000 M+E-Arbeitsplätzen.

Kurzarbeit ist für 40 Prozent der M+E-Firmen in MünchenNord-Ingolstadt ein aktuelles Thema. 20 Prozent führen bereits Kurzarbeit durch, bei weiteren 20 Prozent ist Kurzarbeit angedacht, aber noch nicht konkret geplant.

Krauss fordert, dass die M+E-Tarifparteien 2013 der schwachen konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen müssen: „Nachdem der Tarifabschluss 2012 mit 4,3 Prozent im Zeichen einer kräftigen Entgelterhöhung stand, müssen wir in der kommenden Tarifrunde zu einer vernünftigen Lohnpolitik zurückkehren. Diese muss gekennzeichnet sein durch eine deutlich moderate Lohnerhöhung sowie eine Rückkehr zu flexiblen Öffnungsklauseln, wie wir sie aus früheren Tarifabschlüssen kennen.“


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Andreas Ebersperger

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Andreas Ebersperger
nach oben