Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Umfrage M+E-Industrie in der Region Südost-Bayern: 2013 wird es bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben

24.01.2013 - Mühldorf

Die Konjunktur in der Metall- und Elektroindustrie in der Region Südost-Bayern wird sich in der ersten Jahreshälfte 2013 abkühlen. Insgesamt wird es 2013 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in der Region.

Dr. Wolfgang Friedrich, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Südost-Bayern: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie in der Region Südost-Bayern hat sich im zweiten Halbjahr 2012 noch als gut dargestellt. Unsere Konjunkturumfrage bestätigt aber die Abkühlung, die wir in der ersten Jahreshälfte 2013 erwarten. Der Konjunkturmotor kommt zum Stehen, möglicherweise wird sogar der Rückwärtsgang eingelegt. Verantwortlich sind die mäßige Entwicklung der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland.“

Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen liegt im negativen Bereich: beim Auslandsgeschäft -3,5 Prozent, beim Inlandsgeschäft sogar -11 Prozent. Sorgen bereitet Friedrich vor allem, dass bereits 20 Prozent der Unternehmen in der Region Verluste schreiben und weitere 20 Prozent eine international unzureichende Netto-Umsatzrendite von unter zwei Prozent aufweisen.

Die Beschäftigungspläne der Unternehmen in der Region liegen noch leicht im positiven Bereich. 25 Prozent der Firmen planen, in der ersten Jahreshälfte zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, 12,5 Prozent müssen wohl Stellen abbauen. Bei der großen Mehrheit, fast 62,5 Prozent der Unternehmen, wird die Belegschaftsstärke stabil bleiben. Bayernweit rechnen bayme vbm jedoch mit dem Verlust von 3.000 M+E-Arbeitsplätzen. Kurzarbeit ist für 20 Prozent der M+E-Firmen in Südost-Bayern ein aktuelles Thema, knapp sieben Prozent stehen bereits in konkreten Planungen dazu.

Friedrich fordert, dass die M+E-Tarifparteien 2013 der schwachen konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen müssen: „Nachdem der Tarifabschluss 2012 mit 4,3 Prozent im Zeichen einer kräftigen Entgelterhöhung stand, müssen wir in der kommenden Tarifrunde zu einer vernünftigen Lohnpolitik zurückkehren. Diese muss gekennzeichnet sein durch eine deutlich moderate Lohnerhöhung sowie eine Rückkehr zu flexiblen Öffnungsklauseln, wie wir sie aus früheren Tarifabschlüssen kennen.“


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