Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Umfrage mittelfränkische M+E-Industrie: Schwaches zweites Halbjahr 2012, 2013 wird es bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben

08.01.2013 - Nürnberg

Die wirtschaftliche Lage in der mittelfränkischen M+E-Industrie hat sich im zweiten Halbjahr 2012 weiter abgekühlt. Für die erste Jahreshälfte 2013 ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen. Insgesamt wird es 2013 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in der Region.

Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Nürnberg-Fürth-Erlangen: „2012 und 2013 erleben wir zwei schwache Jahre für die mittelfränkische Metall- und Elektroindustrie. Verantwortlich sind die mäßige Entwicklung der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland.“

Die Konjunkturumfrage zeigt die Abkühlung. So liegt der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen des Inlands- sowie des Auslandsgeschäfts jeweils nur noch bei +6 Prozent (Sommer: jeweils +12 Prozent). Die konjunkturelle Eintrübung wird sich in der ersten Jahreshälfte 2013 fortsetzen. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen beträgt hinsichtlich des Inlandsgeschäfts -10 Prozent und beim Auslandsgeschäft +5 Prozent. Probst: „Während sich die inländischen Erwartungen klar im negativen Bereich befinden, setzen die Firmen beim Export auf leise Hoffnung.“

Die Produktionspläne der Firmen sind negativ. Der Saldo aus positiven und negativen Plänen liegt bei -11 Prozent. Probst: „Für das erste Halbjahr 2013 müssen wir uns auf einen Rückgang der Produktion einstellen, im Gesamtjahr wird der Output allenfalls auf gleichem Niveau wie im letzten Jahr liegen. Das heißt im Klartext Stagnation.“ Die Investitionspläne befinden sich ebenfalls unterhalb der Nulllinie, hier beträgt der Saldo -15 Prozent. Auch die Beschäftigungspläne sind mit einem Saldo von -17 Prozent negativ. Probst: „Im kommenden Jahr erwarten wir einen Rückgang von 1.000 Stellen in der mittelfränkischen M+E-Industrie.“

Probst fordert, dass die M+E-Tarifparteien 2013 der schwachen konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen müssen. „Nachdem der Tarifabschluss 2012 mit 4,3 Prozent im Zeichen einer kräftigen Entgelterhöhung stand, müssen wir in der kommenden Tarifrunde zu einer vernünftigen Lohnpolitik zurückkehren. Diese muss gekennzeichnet sein durch eine lediglich moderate Lohnerhöhung sowie eine Rückkehr zu flexiblen Öffnungsklauseln, wie wir sie aus früheren Tarifabschlüssen kennen.“


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