Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Umfrage schwäbische M+E-Industrie: Schwaches zweites Halbjahr 2012, Konjunktur trübt sich 2013 weiter ein

15.01.2013 - Augsburg

Die wirtschaftliche Lage in der schwäbischen M+E-Industrie hat sich im zweiten Halbjahr 2012 weiter abgekühlt. Für die erste Jahreshälfte 2013 ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen. Insgesamt wird es in diesem Jahr bestenfalls eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung geben. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in der Region.

Jürgen Weiß, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region NordWest-Schwaben: „2012 und 2013 erleben wir zwei schwache Jahre für die schwäbische M+E-Industrie. Verantwortlich sind die mäßige Entwicklung der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland.“ Die M+E-Betriebe in der Region bewerten die Geschäftslage deutlich schlechter als bei der letzten Befragung im Sommer 2012: Für das Inlandsgeschäft sank der Saldo von positiven und negativen Antworten von +40 Prozent auf +30 Prozent. In Hinblick auf das Exportgeschäft schrumpfte er von über +40 Prozent auf weniger als +20 Prozent. „Die Eintrübung wird sich in der ersten Jahreshälfte 2013 fortsetzen. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen beträgt beim Inlandsgeschäft -18,5 Prozent und beim Auslandsgeschäft +0,5 Prozent“, erklärt Weiß.

Mit ihren Produktions- und Beschäftigungsplänen blicken die schwäbischen M+E-Betriebe etwas positiver in das neue Jahr als der bayerische Durchschnitt: Der Saldo aus positiven und negativen Produktionsplänen liegt in Schwaben bei +16,3 Prozent (Bayern: +1,4 Prozent) und die Beschäftigungsaussichten werden unterm Strich mit +14,5 Prozent (Bayern: +4,6 Prozent) bewertet. Weiß: „Für das Jahr 2013 müssen wir uns auf einen Rückgang der Produktion einstellen, im Gesamtjahr wird der Output allenfalls auf gleichem Niveau wie im letzten Jahr liegen. Auch die Investitionspläne der schwäbischen M+E-Betriebe stagnieren. Der Beschäftigungsaufbau kommt im Laufe dieses Jahres in der Region zum Erliegen. Bayernweit rechnen wir 2013 mit einem Verlust von 3.000 M+E-Arbeitsplätzen.“

Weiß fordert die M+E-Tarifparteien auf, der schwachen konjunkturellen Entwicklung 2013 Rechnung zu tragen. „Nachdem der Tarifabschluss 2012 mit 4,3 Prozent im Zeichen einer kräftigen Entgelterhöhung stand, müssen wir in der kommenden Tarifrunde zu einer vernünftigen Lohnpolitik zurückkehren. Diese muss gekennzeichnet sein von einer moderaten Lohnerhöhung sowie einer Rückkehr zu flexiblen Öffnungsklauseln, wie wir sie aus früheren Tarifabschlüssen kennen.“


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