Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Umfrage unterfränkische M+E-Industrie: Schwaches zweites Halbjahr 2012, 2013 wird es bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben

16.01.2013 - Würzburg

Die wirtschaftliche Lage in der unterfränkischen M+E-Industrie hat sich im zweiten Halbjahr 2012 weiter abgekühlt. Für die erste Jahreshälfte 2013 ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen. Insgesamt wird es 2013 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in der Region.

Manfred E. Neubert, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Main und Rhön: „2012 und 2013 erleben wir zwei schwache Jahre für die unterfränkische Metall- und Elektroindustrie. Verantwortlich sind die mäßige Entwicklung der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland.“

Die Konjunkturumfrage zeigt die Abkühlung. So liegt der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen beim Inlandsgeschäft nur noch bei +9 Prozent (Sommer: +58 Prozent), beim Auslandsgeschäft nur noch bei +6,5 Prozent (Sommer: +40 Prozent). Die konjunkturelle Eintrübung wird sich in der ersten Jahreshälfte 2013 fortsetzen. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen beträgt hinsichtlich des Inlandsgeschäfts -12 Prozent und beim Auslandsgeschäft +14,5 Prozent. Neubert: „Während sich die inländischen Erwartungen klar im negativen Bereich befinden, setzen die Firmen beim Export auf leise Hoffnung.“

Die Produktionspläne der Firmen sind negativ. Der Saldo aus positiven und negativen Plänen liegt bei -14,9 Prozent. Neubert: „Für das erste Halbjahr 2013 müssen wir uns auf einen Rückgang der Produktion einstellen, im Gesamtjahr wird die Produktion allenfalls auf gleichem Niveau wie 2012 liegen. Das heißt im Klartext Stagnation.“ Die Investitionspläne befinden sich ebenfalls unterhalb der Nulllinie, hier beträgt der Saldo -17,5 Prozent. Auch die Beschäftigungspläne sind mit einem Saldo von -10 Prozent negativ.

Neubert fordert, dass die M+E-Tarifparteien 2013 der schwachen konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen müssen. „Nachdem der Tarifabschluss 2012 mit 4,3 Prozent im Zeichen einer kräftigen Entgelterhöhung stand, müssen wir in der kommenden Runde zu einer vernünftigen Lohnpolitik zurückkehren. Diese muss gekennzeichnet sein durch eine deutlich moderate Lohnerhöhung sowie einer Rückkehr zu flexiblen Öffnungsklauseln, wie wir sie aus früheren Tarifabschlüssen kennen.“


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