Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2017

Pressemitteilung

Unterfränkische M+E Industrie: gute Lage, vorsichtige Erwartungen / Hunger: „Pläne für ausländische Standorte deutlich expansiver“

17.01.2017 - Würzburg

Die Unternehmen der unterfränkischen Metall- und Elektro-Industrie stufen die aktuelle Lage als gut ein, sind aber wegen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten vorsichtig bei ihren Geschäftserwartungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedern in der Region.

Zwei Drittel der M+E Firmen in Unterfranken bewerteten das aktuelle Inlands­geschäft als gut, nur wenige kamen zu einer negativen Einschätzung. Auch die Beurteilung des Auslandsgeschäfts fiel positiv aus: Gut 72 Prozent der Firmen waren damit zufrieden, knapp 17 Prozent unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Befragung vor einem halben Jahr haben sich die Bewertungen verbes­sert, insbesondere in Bezug auf den Export. „Trotzdem sind die Firmen bei den Erwartungen vor allem in Bezug auf das Inland zurückhaltend: Gut 90 Prozent der unterfränkischen M+E Firmen gehen hier von keiner Änderung der Ge­schäftslage aus. Deutlich besser sind die Erwartungen mit Blick auf das Aus­landsgeschäft: Während jedes zweite Unternehmen mit einer gleichbleiben­den Geschäftsentwicklung rechnet, glaubt die andere Hälfte, dass sich das Exportgeschäft im ersten Halbjahr 2017 verbessert“, erklärt Ingrid Hunger, Vorsitzende der bayme vbm Region Main und Spessart.

In der unterfränkischen M+E Industrie war die Ertragslage 2016 insgesamt ordentlich, aber differenziert: Gut 29 Prozent der befragten Firmen erwarten eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Rund vier Prozent schrieben voraussichtlich Verluste, weitere 12,5 Prozent eine schwarze Null. Die Produktions- und Investitionspläne der unterfränkischen M+E Firmen für die heimischen Standorte im ersten Halbjahr 2017 sind mit Salden von +31,7 Prozentpunkten beziehungsweise +56,5 Punkten deutlich aufwärts ge­richtet. „Für die Auslandsstandorte sind die Pläne der unterfränkischen M+E Unternehmen noch expansiver. Bei der Produktion ergibt sich aus der Be­fragung ein Saldo von +65,9 Prozentpunkten, bei den Investitionen von +65,2 Prozentpunkten“, so Hunger.

„In Unterfranken wird es in diesem Jahr voraussichtlich nur einen geringen Beschäftigungsanstieg geben. 2016 haben unterfränkische M+E Firmen 300 neue Stellen geschaffen. Derzeit arbeiten bei uns 90.000 M+E Beschäftig­te. Für 2017 rechnen wir mit 200 neuen M+E Arbeitsplätzen“, sagt Hunger und fordert, den Standort zukunftssicher zu machen: „Seit Jahren verliert die M+E Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Zudem werden Globalisierung und Digitali­sierung unsere Wirtschaft nachhaltig verändern. Wir brauchen ein neues Kos­tenbewusstsein und mehr Flexibilität für die Unternehmen, um Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland, Bayern und Unterfranken halten zu können.“


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