Letzte Aktualisierung: 10. November 2016

Pressemitteilung

Wolfram Hatz als Vorsitzender des Vorstands der bayme vbm Region Niederbayern wiedergewählt / Hatz: „Bayern profitiert von Europa“

10.11.2016 - Leiblfing

Wolfram Hatz, Vorsitzender des Beirats und Gesellschafter der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG, ist auf einer Mitgliederversammlung in Leiblfing als Vorsitzender des Vorstands der Region Niederbayern der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm wiedergewählt worden.

Gastreferent der gemeinsamen Veranstaltung von bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. war der frühere Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Prof. Dr. Wolfgang Wiegard. Unter dem Titel „Zeit für Reformen“ skizzierte er, welche Veränderungen notwendig sind, um Europa und Deutschland in eine gute Zukunft zu führen.

Hatz warb in seiner Begrüßung für ein starkes Europa: „Die Vorteile der EU für Bayern und Deutschland zeigt unser vbw Positionspapier ‚Europa ohne die EU – mehr Fluch als Segen für die Wirtschaft‘. Insbesondere der Euro erweist sich als positiv. Wenn Deutschland aus der Europäischen Währungsunion austräte, würde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bis 2025 um jährlich 0,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen. Dadurch würden fast 1,2 Billionen Euro an Wirtschaftsleistung und 200.000 Arbeitsplätze verloren gehen.“

Bayern – und insbesondere Niederbayern als Grenzregion – profitieren in besonderem Maße von der EU-Osterweiterung. „Ungarn, Tschechien und Polen gehören zu den Top-10-Lieferländern Bayerns. Insgesamt kamen im Jahr 2000 noch 12,4 Prozent der bayerischen Einfuhren aus Mittel- und Osteuropa, 2015 schon doppelt so viele“, sagte Hatz.

Nach seinen Worten kann die richtige Antwort auf die wachsende Euroskepsis und das Brexit-Referendum in Großbritannien nicht der reflexhafte Ruf nach „mehr Europa“ sein. „Wir brauchen vielmehr ein ‚besseres Europa‘, das seinen praktischen Nutzen für die Menschen beweist: Also Wettbewerbsfähigkeit statt Bürokratie, Industriepolitik statt De-Industrialisierung, Eigenverantwortung statt Umverteilung, Subsidiarität statt Zentralisierung.“

In der Flüchtlingspolitik forderte Hatz ein gemeinsames europäisches Handeln. Er verwies auf das hohe Engagement der Wirtschaft: „Die vbw und bayme vbm haben 6,7 Millionen Euro in die Hand genommen und eine Vielzahl an Projekten zur Integration in Ausbildung und Arbeit gestartet. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen: Die Herausforderung ist groß, langfristig können wir von der Flüchtlingsintegration aber profitieren.“


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