Letzte Aktualisierung: 11. September 2017

Pressemitteilung

M+E Konjunkturreport: Licht und Schatten in Bayerns Leitindustrie / Brossardt: „Unerfreuliche Entwicklung beim Straßenfahrzeugbau“

11.09.2017 - München

„In Bayerns Metall- und Elektroindustrie gibt es momentan Licht und Schatten. Zwar ist die wirtschaftliche Lage gut und die Kapazitäten sind ausgelastet – allerdings gibt es eine unerfreuliche Entwicklung beim Kern der bayerischen Industrie: dem Straßenfahrzeugbau und der Kfz-Zulieferindustrie“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, zum heute veröffentlichten M+E Konjunkturreport. „Die unsachliche und emotionsgeladene Kritik an den deutschen Autos und ihrer Antriebstechnologie verunsichert Kunden im In- und Ausland“, sagt Brossardt.

In der bayerischen M+E Industrie hat sich das Produktionswachstum im zweiten Quartal 2017 verlangsamt. Nach der rückläufigen Entwicklung im Verlauf des zweiten Halbjahres 2016 war die Produktion im ersten Jahresviertel 2017 spürbar um 4,2 Prozent gestiegen, im zweiten Quartal folgte noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Negativ war hingegen die Entwicklung in der Auto- und Zulieferindustrie. Sie musste gegenüber dem Vorjahr einen spürbaren Rückgang um 6,7 Prozent verkraften. Dies zeigt sich auch im Export: Die Ausfuhr von Kfz und Kfz-Teilen sank im zweiten Quartal um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Insgesamt ist die Stimmung der bayerischen M+E Unternehmen sehr gut. Im Juli lag der entsprechende ifo-Geschäftsklima-Index bei +33,4 Punkten. Die Erwartungen sanken aber von +22,5 Punkten im Juni auf +13 Punkte im Juli. „Darin kommt auch die Unsicherheit des außenwirtschaftlichen Umfelds zum Ausdruck“, sagt Brossardt. Die Produktionspläne sind positiv, allerdings sind sie in den letzten Monaten etwas zurückgegangen. Im Juli lag der Saldo aus positiven und negativen Meldungen bei +16,7 Punkten. Die Beschäftigung in der bayerischen M+E Industrie nimmt weiter zu – im zweiten Quartal sogar leicht beschleunigt. Pro Monat entstanden zuletzt rund 1.600 neue Arbeitsplätze. Im Quartalsdurchschnitt ist dies ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. „Im Juni waren gut 835.000 Stammarbeitskräfte in den M+E Unternehmen Bayerns beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 25 Jahren. Damit die Situation so positiv bleibt, brauchen wir die richtigen Rahmenbedingungen am Standort“, so Brossardt.


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