Letzte Aktualisierung: 07. Januar 2021

Pressemitteilung

bayme vbm rechnen weiter mit hoher Kurzarbeit in der M+E Industrie / Brossardt: „Joberhalt muss im Zentrum stehen“

07.01.2021 - München

Die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm rechnen infolge des verschärften Lockdowns auch für die kommenden Monate mit einer hohen Kurzarbeit in den Betrieben. „Im Dezember fuhr nach unserer aktuellen Umfrage fast jeder zweite M+E-Betrieb in Bayern Kurzarbeit. Das ist zwar weniger als seit dem Höhepunkt im Juli, als fast 70 Prozent der Betriebe Kurzarbeit beantragt hatten, aber immer noch hoch. Wir rechnen damit, dass dies in den kommenden Monaten so bleiben wird oder die Kurzarbeit sogar noch einmal zunimmt“, sagte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Denn im Dezember planten weitere neun Prozent der Betriebe für die kommenden Monate Kurzarbeit, und dies war vor Einsetzen des nochmals verschärften Lockdowns.“

Im Dezember lag der Anteil der von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten der bayerischen M+E-Industrie in Betrieben mit Kurzarbeit bei 45 Prozent. Der Wert ist seit Oktober relativ stabil, der Spitzenwert wurde auch hier im Juli erreicht, mit fast 72 Prozent. „In der gesamten M+E Industrie in Bayern befinden sich derzeit 21 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit“, so Brossardt weiter. „Auch hier rechnen wir mit keiner Entspannung.“

bayme vbm machten zugleich deutlich, dass die Maßnahme Kurzarbeit wirkt. „Die Kurzarbeit verschafft den Unternehmen Planungssicherheit und Liquidität. Dadurch sind die Unternehmen in der Lage, Beschäftigung zu sichern und Jobs über die Krise zu retten. Die Unternehmen in Bayern sind auf die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen weiterhin dringend angewiesen. Kurzarbeit darf kein Dauerzustand werden, aber die Verlängerung der Kurzarbeit-Sonderregelung bis Ende 2021 ist in der gegenwärtigen Lage richtig und notwendig“, so Brossardt.

Angesichts der Lage rief Brossardt die IG Metall zu Konjunkturrealismus in den Tarifverhandlungen auf: „Es ist nicht prognostizierbar, wie negativ sich der aktuelle Lockdown auf Konsum- und Investitionsverhalten sowie auf die Funktionsfähigkeit der inländischen als auch der ausländischen Lieferketten auswirkt. Realität ist, dass die Corona-Krise die bayerische M+E Industrie stark getroffen hat. Es gibt daher keinen Verteilungsspielraum. Die aktuellen Kurzarbeiterzahlen zeigen vielmehr, dass die Beschäftigungssicherung im Zentrum stehen muss.“


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Andreas Ebersperger

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