Letzte Aktualisierung: 09. Juli 2020

Pressemitteilung

bayme vbm und Bundesagentur für Arbeit ziehen positive Bilanz zum Projekt „Girls‘ Day Akademie“/ Brossardt: „Schülerinnen lernen M+E Berufe praxisnah kennen“

09.07.2020 - Nürnberg

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie haben anlässlich einer virtuellen Abschlussveranstaltung in Nürnberg eine positive Bilanz zu ihrem gemeinsamen Projekt „Girls‘ Day Akademie“ gezogen. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte anlässlich der Veranstaltung: „Derzeit sind rund 26 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie weiblich, deutschlandweit nur rund 20 Prozent. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in technische Berufe und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Dafür müssen wir zum einen über die sehr guten Rahmenbedingungen in der M+E Industrie informieren. Die bayerische M+E Industrie steht für hohe Übernahmequoten und sehr gute Verdienste. Zum anderen müssen wir Frauen noch besser als bisher an die ‚Männerdomäne Technik‘ heranführen. Die ‚Girls‘ Day Akademie‘ ist eine erfolgreiche Initiative, um schon bei jungen Mädchen Begeisterung für Technik zu wecken.“

Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, ergänzte: „Frauen und Technik passen sehr gut zusammen, daher möchten wir mit der Girls‘ Day Akademie junge Frauen ermutigen, ihre Stärken zu nutzen und sich nach der Schule für einen technischen Beruf zu entscheiden. Im Rahmen der Akademie können sich Mädchen in einem geschützten Rahmen mit interessanten und abwechslungsreichen Aktivitäten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ausprobieren. Trotz der häufig guten Noten der Schulabgängerinnen in MINT-Fächern wählen Mädchen nur selten einen MINT-Ausbildungsberuf, unter anderem weil sie die spannenden Aufgaben, die dieser Bereich bietet, nicht kennen. Deshalb ist unser Ziel, ihre Neugier zu wecken und den Mut zu befördern, einen MINT-Ausbildungsberuf zu wählen.“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Girls‘ Day Akademie ist ein hervorragendes Projekt, das junge Frauen für technische Berufe begeistert. Die Corona-Krise darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftebedarf insbesondere bei MINT bleibt – und hier müssen wir auf die Frauen setzen. Die Girls‘Day Akademie weckt seit Jahren erfolgreich das Interesse junger Frauen an Berufen im Technikbereich und hat sich bayernweit als Projekt zur Berufsorientierung bei Schülerinnen bewährt. Von dieser Initiative profitieren Unternehmen als zukünftige Arbeitgeber und junge Frauen als angehende Auszubildende gleichermaßen.“

19 Akademien werden derzeit im Freistaat als Kooperationsmodell zwischen einer teilnehmenden Schule, mehreren Unternehmen und einer weiterführenden Schule oder Hochschule durchgeführt. In der Region Mittelfranken beteiligen sich im zu Ende gehenden Schuljahr 2019/20 drei Schulen sowie neun Unternehmen. Bayernweit sind es 21 Schulen sowie 53 Unternehmen. Die Girls‘Day Akademien werden während des ganzen Schuljahres für bis zu 15 Schülerinnen angeboten und finden ergänzend zum Schulunterricht statt. Die Teilnehmerinnen treffen sich in der Regel wöchentlich, um ihre technischen Fähigkeiten zu erproben und Einblicke in die M+E Berufswelt zu bekommen. Angesichts der Corona-Krise setzt die Girls‘ Day Akademie verstärkt auf vielfältige digitale Konzepte und Angebote, wie Webinare oder angeleitete Home-Experimente. Auch die Eltern werden im Rahmen eines Online-MINT-Elternabends für ihre Rolle als Unterstützer im Berufsorientierungsprozess ihrer Töchter über die Chancen für Frauen in MINT-Berufen informiert.


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