Letzte Aktualisierung: 25. September 2019

Pressemitteilung

bayme vbm und vbw Kongress zum Freihandelsabkommen mit Japan / Brossardt: „Freier Handel ist der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg“

25.09.2019 - München

Auf einer Kooperationsveranstaltung der Verbände bayme vbm und vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit dem deutsch-japanischen Wirtschaftskreis und der Europäischen Kommission betonte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Bedeutung von Freihandelsabkommen. „In Zeiten des verstärkten Protektionismus und einer geschwächten Welthandelsorganisation (WTO) sendet das Freihandelsabkommen ein deutliches politisches Signal, welches als Vorbild für weitere Handelsabkommen dienen kann. Europa muss verstärkt auf den Abschluss bilateraler Handelsabkommen setzen.“

Nach Ansicht der vbw eröffnet das zwischen der EU und Japan vereinbarte Freihandelsabkommen JEFTA den beteiligten Volkswirtschaften nicht nur neue Absatzchancen. „Das Abkommen setzt auch inhaltlich Maßstäbe. Neben einer deutlich verbesserten Marktöffnung für deutsche Unternehmen existieren auch sehr hohe Schutzstandards für Umwelt, Arbeitnehmer und Verbraucher. JEFTA bekennt sich zum Pariser Klimaschutzabkommen. Ein solches Bekenntnis hat es vorher nicht gegeben und macht deutlich: Gemeinsam können Japan und die EU hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Auch für Verbraucher ist das Abkommen ein Gewinn: Japanische Produkte wie Tee und Fisch werden erschwinglicher. Für 91 Prozent aller EU-Exporte wurden die Zölle bereits komplett abgeschafft. Nach Ablauf verschiedener Übergangsfristen werden 99 Prozent aller Ausfuhren zollfrei sein – umgekehrt entfallen natürlich auch die Zölle auf japanische Einfuhren“, so Brossardt.

Bedeutung des Handels:

Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und für Bayern ein wichtiger Handelspartner. Das am 01. Februar 2019 in Kraft getretene Freihandelsabkommen verbindet Märkte mit 635 Millionen Menschen. Im ersten Halbjahr 2019 stiegen die bayerischen Exporte nach Japan um mehr als fünf Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Auch die Importe aus Japan stiegen im Vergleichszeitraum zum vergangenen Jahr um mehr als vier Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro. „Zu dieser positiven Entwicklung hat sicherlich auch das Freihandelsabkommen JEFTA beigetragen und zeigt einmal mehr: Freier Handel ist der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg– das gilt sowohl für Europa als auch weltweit. Protektionismus kennt nur Verlierer“, betonte Brossardt.


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