Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

bayme vbm vbw Ausbildungsprojekt für junge Spanier im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge

12.03.2013 - Wunsiedel

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber-verbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. starten mit dem Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge das Modellprojekt „Spanische Auszubildende für den Landkreis Wunsiedel“. „Im Mittelpunkt des Projekts steht die hohe Qualität im Vermittlungs- und Eingliederungsprozess“, sind sich bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und der Wunsiedler Landrat Dr. Karl Döhler einig. Damit sind die Verbände bayme vbm vbw und der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge deutschlandweit mit die ersten, die das Sonderprogramm ‚MobiPro-EU‘ zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa in ein konkretes Projekt umsetzen und mit einem umfassenden Integrationskonzept verbinden.

Dr. Döhler: „Wir sehen uns als Landkreis unseren Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet, fühlen uns aber auch als Europäer und möchten mithelfen, eine win-win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen. Dieser Verpflichtung kommen wir nach, indem wir unseren Betrieben helfen, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, Menschen von außerhalb ohne Vorbehalte integrieren und durch ihre Mithilfe unseren Standort stärken. Eine Zusammenarbeit, die allen hilft.“

Brossardt: „Mit diesem Modellprojekt wollen wir bis zu 25 jungen Spaniern und Spanierinnen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren zum Ausbildungsstart 2013 eine passende Ausbildungsstelle im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge vermitteln.“ Dazu werden in den nächsten Monaten spanische Partnerorganisationen mit interessierten jungen Spaniern Bewerbungsgespräche in ihrem Heimatland führen. Bei beidseitigem Interesse findet vor einem zwölfwöchigen Praktikum in einem Industriebetrieb, im Handel, im Handwerk oder in einem Dienstleistungsbetrieb im Landkreis ein Praktikums-Vorbereitungskurs in Spanien statt.

Brossardt weiter: „Das Praktikum ist wichtig, um die Ausbildungsanforderungen in Bayern kennenzulernen. Genauso wichtig sind begleitende Integrationsmaßnahmen.“ Das Konzept vereint erstmals beides. Es sieht in Spanien einen zweimonatigen Deutschkurs, sowie ein interkulturelles Training vor. Darüber hinaus erhalten die spanischen Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr berufsbezogene Sprachkurse, Integrationsbegleitung und Unterstützung bei der Berufsschule. Es steht auch eine Vertrauensperson für das erste Jahr zur Verfügung, die bei Alltagsproblemen oder Schwierigkeiten im Ausbildungsbetrieb hilft. Brossardt: „Ich bin überzeugt davon, dass sich die Investition für beide, also für den Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden nur dann lohnt, wenn die Integration gelingt.“


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