Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2017

Pressemitteilung

vbm kritisiert IG Metall-Umfrage zur Gestaltung der Arbeitszeit/ Brossardt: „Betriebliche Realitäten bleiben völlig unberücksichtigt“

10.05.2017 - München

Der vbm - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. kritisiert die Umfrage der IG Metall Bayern zur Gestaltung der Arbeitszeit. „Die Umfrage lässt völlig außer Acht, dass die Wünsche der Beschäftigten stets mit den betrieblichen Erfordernissen in Einklang gebracht werden müssen. Von daher hat die Umfrage mit der realen Arbeitswelt nicht viel zu tun“, sagte vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Insbesondere weist der vbm die Forderung nach einem gesetzlich garantierten Rückkehrrecht aus der Teilzeit in die Vollzeit zurück: „Ein befristeter Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht in Vollzeit setzt die Firmen und die übrigen Arbeitnehmer gleichermaßen unter Druck und raubt ihnen die nötige Flexibilität. Arbeit im Betrieb gibt es nicht, wenn es ein Gesetz verordnet, sondern wenn mehr Aufträge hereinkommen. Auf der anderen Seite muss die Arbeit erledigt werden, auch wenn Mitarbeiter befristet ausfallen oder kürzer arbeiten wollen. Gerade für kleinere und mittlere Firmen ist es praktisch unmöglich, für die Stunden, die Mitarbeiter für kurze Phasen weniger arbeiten wollen, geeigneten Ersatz zu finden. Mit einem Anspruch auf befristete Teilzeit drohen neue bürokratische Hürden und organisatorischer Aufwandfern der betrieblichen Realität mit weiterer Überregulierung des Arbeitsrechts“, so Brossardt.

Der vbm stimmt mit der IG Metall insoweit überein, dass das Arbeitszeitgesetz flexibler werden muss. Brossardt betont aber: „Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit darf nicht einseitig zu Lasten der Arbeitgeber gehen. Es geht uns nicht um die Erhöhung des Arbeitszeitvolumens. Schon heute bietet mobiles Arbeiten den Beschäftigten die Möglichkeit, die Work-Life-Balance deutlich zu verbessern. Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen muss der Spielraum der Europäischen Richtlinie ausgeschöpft werden, die eine wochenbezogene Betrachtung und eine Wochenarbeitszeit von durchschnittlich maximal 48 Stunden vorsieht. Beschäftigte und Betriebe gewinnen dadurch Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitszeit.“


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