Letzte Aktualisierung: 07. Juli 2017

Pressemitteilung

vbm weist Behauptungen der IG Metall Bayern zurück / Brossardt: „Viele Mitarbeiter wollen länger als 35 Wochenstunden arbeiten“

07.07.2017 - München

Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elek­tro-Industrie e. V. weist die Äußerungen der IG Metall Bayern zurück.

vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die IG Metall muss die Realität anerkennen, die ihre eigene Beschäftigtenumfrage zeigt. Danach sind mehr als 70 Prozent der Beschäftigten mit ihrer Arbeitszeit zufrieden. Die IG Metall verkennt bei ihren Aussagen, dass die 35-Stunden-Woche in den Betrieben zum Beispiel über Arbeitszeitkonten flexibel gestaltet wird. Darin liegt kein Verstoß gegen die 35-Stunden-Woche. Für nahezu 50 Prozent der Beschäftigten ist die 35-Stunden-Woche die gewünschte vertragliche Arbeitszeit. Lediglich 20 Prozent würden lieber weniger, 32 Prozent jedoch lieber mehr als 35 Stunden pro Woche arbeiten. Der größere Teil der Beschäftigten, die sich eine Änderung wünschen, will also mehr arbeiten als 35 Stunden.“

Der vbm Hauptgeschäftsführer fordert daher die Ausweitung der tarifvertraglich vereinbarten „13-Prozent-Regelung“, die vorsieht, dass nur 13 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb länger als 35 Stunden arbeiten können: „Das starre Festhalten der IG Metall an der 35-Stunden-Woche steht im Widerspruch zu ihrer Forderung nach mehr Selbstbestimmung der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeit. Wir sollten deshalb über mehr statt weniger Flexibilität bei der Arbeitszeit reden.“

Brossardt weist außerdem darauf hin, dass diejenigen, die gerne weniger arbeiten möchten, dies bereits heute können: „Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verringern und in Teilzeit zu arbeiten. In der bayerischen M+E Industrie tun dies 9,2 Prozent der Beschäftigten. Für Fälle wie Elternzeit, Pflegezeit und Sterbebegleitung gibt es darüber hinaus bereits klare Vorschriften in Spezialgesetzen.“


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