Letzte Aktualisierung: 08. Januar 2018

Pressemitteilung

vbm weist Vorwürfe der IG Metall zurück / Brossardt: „IG Metall betreibt reine Stimmungsmache“

05.01.2018 - München

Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. hat die Aussagen der IG Metall Bayern zurückgewiesen.

vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Die IG Metall betreibt reine Stimmungsmache. Dass die Arbeitgeber vermeintlich die 35-Stunden-Wocheabschaffen wollen, ist falsch. 35 Stunden bleiben die Ankerarbeitszeit in der M+E Industrie. Aber wenn man Flexibilität nach unten ermöglicht, muss man auch Flexibilität nach oben schaffen. Uns geht es darum, dass diejenigen, die gerne mehr arbeiten und ent-
sprechend mehr verdienen wollen, dies auch können.“ Heute dürfen nur höchstens 13 Prozent der in einem Betrieb beschäftigten Mitarbeiter länger als 35 Wochenstunden arbeiten.

Brossardt betont, dass es insgesamt darum geht, den Tarifvertrag moderner zu machen und so attraktiv zu halten. „Es muss möglich sein, heute überholte Regelungen an die Realität anzupassen. Die IG Metall darf dies nicht ignorieren. Dabei geht es nicht um eine Absenkung des Tarifniveaus. Die Modernisierung des Flächentarifs zeigt sich insbesondere an zuletzt vereinbarten Tarifregelungen zur Qualifizierung und Bildung sowie der Schaffung einer einheitlichen Vergütungsstruktur, von denen die Arbeitnehmer bis heute stark profitieren.“

Der tarifliche Kündigungsschutz sowie der Entgeltausgleich bei Leistungsminderung sind Altersregel-
ungen
, die man überprüfen muss. „Veränderungen beim Renteneintrittsalter sowie bessere Arbeitsbe-
dingungen für Ältere wurden im Tarifvertrag nicht nachvollzogen. Insbesondere sind alternsgerechte Arbeitsplätze bereits heute betriebliche Realität. Der Tarifvertrag ist an diesen Stellen veraltet und wir müssen ihn modernisieren“, sagt Brossardt.

„Der vbm hat in der letzten Tarifverhandlung ein faires Angebot vorgelegt. Damit erhöht sich das Entgelt 2018 erneut um 2,35 Prozent. Das ist ein spürbares Reallohnplus. Und: Die Erhöhung liegt weit über dem allgemeinen Produktivitätsfortschritt von gerade mal einem Prozent. Die IG Metall setzt jetzt mit Warn-
streiks und falschen Vorwürfen jedoch auf Eskalation. Unsere Forderung, die Gespräche am Verhandlungs-
tisch fortzusetzen, bleibt bestehen“, so Brossardt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dirk Strittmatter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Dirk Strittmatter
nach oben