Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

vbw setzt auf zukunftsfähigen Ausbau der Donau

22.11.2012 - München

Anlässlich der heutigen Vorstellung weiterer Gutach­ten der EU-Studie zum Donauausbau auf einer Veranstaltung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Bedeutung des Verkehrsprojekts für die bayerische Infrastruktur: „Das Verkehrsaufkommen im gesamten Donauraum wird im nächsten Jahrzehnt deutlich steigen. Aktuelle Untersuchungen des Bundesverkehrsministeriums erwarten bis 2025 eine Zunahme des Güterverkehrs von 48 Prozent. Bahn und Straße sind bereits heute stark ausgelastet. Für die Bahnstrecke entlang der Donau werden für 2025 deutlich mehr als 110 Prozent Auslastung prognostiziert. Der Ausbau der Donau kann zusätzliche Transportkapazitäten schaffen und so die anderen Verkehrsträger entlasten.“

Laut Verkehrsgutachten der EU-Studie sind durch einen Ausbau der Donau nach Variante C 2.80 rund 1.500 Schiffsdurchfahrten pro Jahr mehr möglich als bisher. Brossardt erklärt: „Das entspricht einem Transportvolumen von etwa 120.000 Lkw-Ladungen. Ein Kapazitätsgewinn, den wir zur Stärkung der bayerischen Infrastruktur dringend brauchen. Würde der Fluss in der Variante A ausgebaut, könnten lediglich 330 Schiffe im Jahr zusätzlich den jetzigen Engpass passieren.“ Das Problem der Donauschifffahrt ist der schwer kalku­lierbare niedrige Wasserstand, der heute eine volle Schiffbarkeit des Flusses nur an 165 Tagen erlaubt. „Der Ausbau nach Variante A erhöht die Befahrbar­keit um etwa 40 Tage. Mit Variante C 2.80 wäre die Donau künftig an rund 300 Tagen im Jahr schiffbar“, so Brossardt.

Darüber hinaus legt die Ausbauvariante C 2.80 laut Brossardt großen Wert auf den Schutz der Anwohner vor Hochwasser. „Ein Großteil der Eingriffe in die Natur ist nicht auf den Ausbau der Donau selbst, sondern auf die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen zurückzuführen. Diese Tatsache muss in der öffentlichen Diskussion stärker berücksichtigt werden“, mahnt Brossardt und weist darauf hin, dass der Donauausbau umweltverträglich ausgestaltet wer­den kann: „Die Ergebnisse der EU-Studie zeigen, dass die bei Variante C 2.80 erforderlichen Eingriffe in die Natur ausgeglichen würden. Durch den geplanten Stichkanal an der Mühlhamer Schleife wäre die Donau künftig auf acht Kilo­metern völlig schifffahrtsfrei. Hier könnte sich die Natur in ihrer Vielfalt unge­stört entwickeln.“ Angesichts der bisherigen Erkenntnisse der EU-Studie, in deren Erstellung auch die Umweltverbände eingebunden waren, fordert Brossardt eine auf Fakten basierende Entscheidung für eine zukunftsfähige Entwicklung der Donau und des Donauraumes.


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