Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2019

Information

Unfallrisiko bei der Arbeit erneut gesunken

Die Bundesregierung hat zum Jahreswechsel ihren Bericht über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit für das Jahr 2017 vorgelegt, in den die Berichte der Unfallversicherungsträger sowie der Arbeitsschutzbehörden der Länder einfließen. Das Ergebnis: Unternehmen in Deutschland nehmen den Arbeitsschutz ernst und fördern die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Dadurch ist das relative Risiko, in der gewerblichen Wirtschaft einen Arbeitsunfall zu erleiden, 2017 noch einmal deutlich um 3,5 Prozent gesunken. Auf eine Million Arbeitsstunden kamen im Berichtsjahr damit 14,2 meldepflichtige Arbeitsunfälle.

Weniger tödliche Wegeunfälle, weniger Berufskrankheiten

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist zurückgegangen (-0,3 Prozent), ebenso wie die Zahl der schweren Arbeitsunfällen, die eine Rentenzahlung nach sich ziehen (-3,8 Prozent). Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat sich um +5,3 Prozent auf 414 erhöht. Im Vorjahr war hier noch ein Rückgang von 8,2 Prozent zu verzeichnen. Dagegen gab es 2017 um -14,1 Prozent weniger tödliche Wegeunfälle als im Vorjahr.

Bei den Berufskrankheiten insgesamt zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung. Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit, die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten sowie die Zahl der neuen Berufskrankheitenrenten haben abgenommen. Allerdings hat die Zahl der Todesfälle durch Berufskrankheiten leicht zugenommen.

Psychische Anforderungen gesunken

Bei der Langzeitbetrachtung der europäischen und deutschen Arbeitsbedingungen zeigt der Bericht, dass psychische Anforderungen in Deutschland bis 2015 gesunken sind, besonders in Bezug auf das Arbeitstempo: 2005 gaben noch 32 Prozent der Befragten an, (fast) die ganze Zeit in einem hohem Arbeitstempo zu arbeiten – 2015 waren es nur noch 20 Prozent. Zudem sind laut Bericht die psychischen Anforderungen in Deutschland durchweg geringer als im EU-Durchschnitt.

Arbeitsschutz in Bayern auf hohem Niveau

Die bayerischen Unternehmen erhöhen stetig das betriebliche Arbeitsschutzniveau, zum Beispiel indem sie in die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen investieren oder ihre Mitarbeiter zum Thema Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz schulen.

Einen großen Beitrag leisten Unternehmen auch durch Investitionen in Unterstützungssysteme, wie etwa Arbeitsschutzmanagementsoftware für die Unterstützung bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, Gefahrstoffmanagement, Unterweisungen, arbeitsmedizinische Vorsorge und Betriebsanweisungen. Damit verbessern die Unternehmen nicht nur den Gesundheitsschutz der Beschäftigten, sondern vermeiden auch teure Fehlzeiten und Frühverrentung.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Andreas Kreutzer

Leiter Arbeitssicherheit

+49 (0)89-55 17891-516
Andreas Kreutzer
Hotline Arbeitssicherheit

089-551 78-515

Mo.-Do. 8:00 bis 18:00 Uhr, Fr. 8:00 bis 18:00 Uhr

Wir sind für Sie da!

Kostenlose und anonyme Telefonberatung zur Vorbeugung und Unterstützung in psychisch belastenden Situationen

Montag bis Donnerstag 08:00 bis 18:00 Uhr, Freitag 08:00 bis 17:00 Uhr
(Feiertage ausgenommen)


Oder schreiben Sie eine E-Mail an:

nach oben